Klietz l Das Einsatzjahr der Klietzer Feuerwehr begann für die Klietzer am 1. Januar 2019 und endete am Silvestertag mit gleich zwei Einsätzen in Folge. Dabei war wieder alles so ziemlich alles vertreten, was das Aufgabenspektrum hergibt: Verkehrsunfälle, Brände, Ölspuren, Sturmschäden und eine Nottüröffnung (siehe Infokasten).

Den Jahresbericht hielt erstmals der im Vorjahr neu gewählte Ortswehrleiter Thomas Vietzke. Er bezeichnete 2019 als „lehrreiches Jahr“. Die Personalstärke kann sich sehen lassen: Insgesamt sind es 29 Aktive, die Jugendwehr hat zwölf Mitglieder und in der Ehrenabteilung ist einer.

23 Einsätze und 2 Übungen

Die 23 Einsätze schlagen mit insgesamt 38 Stunden zu Buche, im Schnitt eilten 15 Aktive zum Gerätehaus. Immerhin 17 Brände mussten bekämpft werden – wobei es auch wieder etliche Einsatzabbrüche gab, zudem sechs Hilfeleistungen. Hinzu kamen zwei Übungen zur Überprüfung der Hilfsfristen für die neue Risiko-Analyse. Hieran waren im Schnitt acht Aktive beteiligt.

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Die Drehleiter der Verbandsgemeinde, welche in Klietz stationiert ist, war zu Schulungszwecken bei anderen Wehren elf Male unterwegs. Im Vorjahr musste sie repariert werden.

Im Schnitt 17 Aktive dabei

Sehen lassen kann sich auch die Teilnahme an den alle zwei Wochen stattfindenden insgesamt 22 Ausbildungsabenden, im Schnitt waren dort nämlich 17 Kameraden vertreten. Hinzu kamen die Betreuung von insgesamt acht Schulklassen aus dem Schullandheim sowie ein Abstecher in die Grundschule sowie überörtliche Fortbildungen für die Kameraden, unter anderem in Fischbeck und in Heyrothsberge.

Für die Wehr wurden im Vorjahr unter anderem ein Anhänger und eine Rettungstrage angeschafft. Erfolgreich waren 2019 auch die örtlichen Feuerwehrsportler: Beim Abschnittsausscheid belegte man als Gastgeber den 2. Platz, im Landkreis erkämpften sich die Klietzer immerhin einen beachtenswerten 4. Platz.

Sieben Aktionen für die Öffentlichkeit

Hinzu kam die Organisation und Absicherung von sieben öffentlichen Veranstaltungen: die vier Traditionsfeuer, der Löschangriff der Verbandsgemeinde, das Fischerstechen am See sowie die Teilnahme am Weihnachtsmarkt. Hierbei waren im Schnitt 16 Kameraden anwesend, 71 Stunden kamen zusammen.

„Das waren im Jahr 2019 insgesamt 74 Aktivitäten mit 221 Stunden und durchschnittlich 15 Kameraden“, resümierte der Wehrleiter. Ein Arbeitsmonat habe hingegen nur 165 Stunden, zog er einen Vergleich mit der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Zwölf Mann sichern Tagesbereitschaft ab

Die Klietzer Ortswehr könne mit immerhin zwölf Aktiven die Tages-Alarmbereitschaft absichern, was höchsten Respekt verdiene, betonte der stellvertretende Gemeindewehrleiter Kai Völkel in seinem Grußwort. Auch er verwies auf die stetig steigenden Einsatzzahlen, zuletzt habe er sich hier mit den Klietzern bei der Bereitschaft fürs Orkantief „Sabine“ die Nacht „um die Ohren gehauen“.

Dass die Verbandsgemeinde hinter ihren Feuerwehren steht, bewies nicht zuletzt der Kauf des neuen Löschfahrzeugs für Schollene, was sogar ohne Fördergeld erfolgte. Auch Schönfeld erhielt ein Gebrauchtfahrzeug. Der Tanker, der dort übergangsweise stationiert war, steht jetzt in Neuermark-Lübars – und somit ein Wasserträger mehr in der waldreichen Gegend.

Ebenso wie der Wehrleiter dankte auch Verbandsbürgermeisterin Steffi Friedebold allen Wehrleuten und ihren weiteren Helfern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Das galt auch der von Enrico Dörfer geleiteten Jugendwehr, welche sich ebenfalls eingefunden hatte – dazu im Bericht unten mehr. Eingeschlossen war auch der Förderverein, denn solche gelten als „Motoren des dörflichen Lebens“.

Sie kündigte an, dass vieles vom von den Wehrleitern beantragten Material auch beschafft werde. Der Haushalt stehe kurz vor der Genehmigung. Für Klietz stehen unter anderem hydraulisches Rettungsgerät, Türöffnungsset, Einsatzbekleidung und Schlauchwickelmaschine auf dem Plan.