Schönfeld l „Am 3. Dezember wurde unser Einsatzfahrzeug in die Werkstatt gebracht“, berichtete Ortswehrleiter Tobias Mahnitz zur Jahreshauptversammlung. Doch für das defekte Iveco-Magirus-Tragkraftspritzenfahrzeug aus dem Baujahr 1980 konnte die Werkstatt keine Ersatzteile mehr auftreiben.

Als Notlösung wurde der W 50-Tanker aus dem Nachbarort Scharlibbe am 24. Dezember nach Schönfeld gebracht. Doch mit dem DDR-Fahrzeug aus dem Baujahr 1978 kommen die zumeist jungen Schönfelder Aktiven nicht zurecht, die Lenkung ist arg ausgeschlagen und viel Stauraum für die Schönfelder Einsatztechnik bietet der Tanker auch nicht.

Fahrzeug aus Molkenberg umgesetzt

Jetzt wurde eine andere Lösung gefunden: Vorübergehend steht nun das Einsatzfahrzeug aus Molkenberg im Gerätehaus, berichtete Gemeindewehrleiter Uwe Engel. Er fuhr das Fahrzeug gestern nach Schönfeld.

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Wegen des nahen Campingplatzes muss die Schönfelder Wehr einsatzbereit bleiben. Laut Brandschutzanalyse muss hier mindestens ein Löschfahrzeug vom Typ LF 8 stehen, um den Brandschutz des Campingplatzes zu gewährleisten. Die Finanzierung des Ersatzfahrzeuges steht jetzt: Der zuständige Sozialausschuss befürwortete auf seiner Sitzung am Dienstag die Umschichtung des für einen Einsatzleitwagen geplanten Geldes in Höhe von 60.000 Euro zugunsten von Schönfeld. Zuvor hatte auch die Gemeindewehrleitung schweren Herzens zugestimmt. Nun muss noch der Verbandsrat darüber befinden.

23 Aktive mit immerhin 14 Atemschutzträgern

Zurück zur Jahreshauptversammlung. Hier informierte Tobias Mahnitz, dass in der Wehr aktuell 23 Aktive mitarbeiten, worunter sich immerhin 14 Atemschutzgeräteträger befinden. In der Ehren- und Altersabteilung gibt es derzeit acht Mitglieder.

Erste Aktion im Vorjahr war das Weihnachtsbaumverbrennen. Zu diesem wird in enger Zusammenarbeit mit dem Dorfverein am 19. Januar um 15.30 Uhr erneut eingeladen, los geht es mit Kaffee und Kuchen, in der Dämmerung wird dann das Baumfeuer entfacht.

Die Atemschutzstrecke besuchten im Februar 2018 neun Schönfelder, zudem gab es einen Kurs in der Ersten Hilfe, an welchem 14 Aktive teilnahmen. Zwei Kameraden besuchten im März einen Digitalfunk-Lehrgang, im April wurden die Atemschutztechnik überprüft, Brunnen abgepumpt, Grünes geholt, die Girlande für den Maibaum gewickelt und dieser aufgestellt. Zwei Schönfelder nahmen im Mai am Fahrsicherheitstraining auf dem Klietzer Übungsplatz teil, Anfang Juni wurde zusammen mit Kamern und Wulkau wieder ein Kinderfest veranstaltet.

Garzer half im Team aus

Beim Löschangriff in Schönhausen half im Juni ein Garzer im Schönfelder Team mit aus, da der Wehrleiter durch Krankheit tags zuvor ausgefallen war. Dafür ging nochmals ein Dankeschön nach Garz. Zudem beteiligte man sich am Fischerstechen in Klietz.

Den einzigen Einsatz im Vorjahr hatten die Schönfelder am 22. Juni, in Wulkau kam es zu einem Entstehungsbrand in einem Wohnhaus.

An der Drehleiter aus Klietz erfolgte eine Ausbildung im Oktober, es wurden erneut Brunnen abgepumpt, die Winterfestmachung stand an und beim Gaudiwettkampf zum Jubiläum der Garzer Wehr belegten man den 2. Platz. Zwei Aktive bildeten sich zum Sonder- und Wegerecht bei Einsatzfahrten weiter und zusammen mit Wulkau und Sandau gab es eine Unterweisung zu Schornsteinbränden durch den Schornsteinfeger Torsten Meier. Die Verbandsgemeinde bezahlte zudem die Lkw-Führerscheine für zwei Schönfelder Aktive.