Warnau l Das Vorjahr begann für die Warnauer Feuerwehr gleich mit einem Paukenschlag, informierte Ortswehrleiter Hans-Jürgen Albrecht auf der Jahreshauptversammlung: Der winterliche Frost hatte den gesamten Boden der Fahrzeughalle angehoben, etliche Fliesen waren gerissen. Zur Sanierung musste das Gerätehaus komplett geräumt werden.

Fahrzeug und Geräte kamen in der Gemeindescheune unter, die Sachen zu Hause. An Ausbildung war darum kaum zu denken, weshalb die gemeinsame Ausbildung mit den Nachbarwehren im Februar in Garz gerade recht kam. Weil die Resonanz durchweg positiv war, gab es im Mai in Kuhlhausen eine weitere Aktion, diesmal mit Brandbekämpfung und Menschenrettung. Die Warnauer hoffen auf Fortsetzung, denn zu Einsätzen werden immer mehrere Wehren alarmiert.

Tischlerei sponserte Material

Das geschah auch am 11. März 2017, als in Kuhlhausen eine Gasflasche brannte. Im März konnten die Warnauer Aktiven wieder einziehen, nicht nur der Fußboden war neu, sondern auch die Garderobe und die Farbe an den Wänden. Ein Dankeschön ging vom Wehrleiter an die Tischlerei Dähne, welche das Material für die Garderobe stiftete, Mathias Schmok aus Garz schnitt alles zurecht, Ingo Harmuth, Jes und Thomas Henningsen bauten alles zusammen.

Über Spenden wurde zudem ein neuer Metallschrank besorgt, die Teeküche bekam eine neue Arbeitsplatte und einen Fliesenspiegel, hinzu kam ein neuer Tisch. Die Halle wurde von Jes und Thomas Henningsen dekoriert.

Von den 14 Aktiven arbeiten etliche auswärts, so dass im Herbst Personalnotstand herrschte und das Einheitsfeuer abgesagt werden musste. Mit drei Mann gestaltete sich auch das Abpumpen der Brunnen äußerst schwierig. Froh sind die Kameraden, dass sie zwei Neulinge aufnehmen konnten – auch angesichts des hohen Altersdurchschnittes. In den kommenden Jahren werden etliche aus Altersgründen ausscheiden – weshalb weiterer Zuwachs dringend nötig ist.

Grillabend zur Kameradschaftspflege

Der Kameradschaftspflege dient der Grillabend im Sommer, zu dem auch die Partner eingeladen sind. Bei der Großübung zum Jubiläum der Wehr in Havelberg simulierte die Warnauer einen Fettbrand.

Der zweite Einsatz folgte am 1. August – am Fliederberg stand in der Nacht ein Auto in Flammen. Neun Warnauer waren vor Ort, auch Garz und Havelberg kamen. Weitere Einsätze folgten am 5. und 6. Oktober, als Orkan Xavier wütete. Jes und Thomas Henningsen wurden danach als Kettensägeführer ausgebildet.

Personalnot gibt es auch in der Jugendwehr, berichtete Rainer Ratzeburg. Derzeit hat sie nur noch vier Mitglieder, vorher waren es sieben. Es gab 24 Ausbildungsstunden, man half den Aktiven beim Osterfeuer und beim Abpumpen, beim Frühlingsfest gab es einen Zielspritzwettbewerb. Zur Weihnachtsfeier ging es nach Berlin, wo unter anderem das Jump-Haus besucht wurde.

Für künftige Großschadenslagen wie nach dem Orkan sollen die Gerätehäuser als Anlaufpunkt für die Bewohner unter anderem mit Notstromaggregaten ertüchtigt werden, kündigte Havelbergs Amtsleiter André Gerdel an. Er fand es lobenswert, dass die Wehr vieles in Eigenregie erledigt hatte. Das Geld für beantragte Dinge wie Beleuchtungssatz, Kettensäge oder Fernseher sei im aktuellen Haushaltsentwurf eingestellt.