Garz l  Darüber informierte Wehrleiter Lars Braunsdorf zur Jahresversammlung auf den Havelhöfen. Die Garzer Wehr ist derzeit personell recht gut aufgestellt: Insgesamt hat sie 34 Mitglieder, worin auch die Wettkampfgruppe und die Alters- und Ehrenkameraden enthalten sind. Unter den 18 Aktiven befinden sich immerhin sieben Atemschutzträger.

Von letzteren besuchten im Dezember des Vorjahres fünf die Atemschutzstrecke in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Arneburg. Denn diese muss jeder Atemschutzträger einmal im Jahr durchlaufen. Hier hatten sich im Januar 2019 zudem zwei Garzer Kampfrichter fortgebildet. In Heyrothsberge an der Feuerwehrschule wurde ein Gerätewart ausgebildet.

Keller standen voll Wasser

Der erste Einsatz führte am 12. Juni nach Havelberg, wo nach einem Starkregen die Kanalisation überbeansprucht war und diverse Keller auszupumpen waren. Sechs Tage später zog sich eine Ölspur durch die Havelortschaft, mit Bindemittel wurde die Fahrbahn abgestumpft und die Flüssigkeit gebunden. „Person in Notlage“ mit eventuellem Gasaustritt hieß es am 5. Juli, es ging nach Kuhlhausen. Wieder nach Havelberg führte der vierte und letzte Einsatz, wieder waren Keller nach Starkregen auszupumpen.

Die Garzer Feuerwehrsportler waren am 18. Mai beim Löschangriffausscheid der Einheitsgemeinde Havelberg in Nitzow gefordert, die Bedingungen dort waren für das Garzer Männerteam hervorragend, lobte der Wehrleiter. Sogar das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. „Der Tag hat gezeigt, dass es nicht falsch war, sich auf das Grundlegende mit einem gewissen Anreiz zu verständigen“, meinte er mit Blick auf die nur wenigen Teams dort. Der Spaß stand im Vordergrund, die Wehren der Einheitsgemeinde wuchsen hier noch weiter zusammen.

Ein weiterer Wettkampf wurde am 21. September besucht – und zwar der Nachtaktivenpokal in Hohengöhren. Allerdings hatte der Maschinist beim Umgang mit der neu angeschafften vollautomatischen Pumpe noch Probleme, so dass wertvolle Zeit verschenkt wurde. „Wir stehen noch am Anfang der Probephase“, meinte der Ortswehrleiter humorvoll. „Entscheidend war, dass wir nicht letzter geworden sind!“ – Solches war man dennoch, aber erst später beim Verlassen des Platzes...

Ein Dank an alle Helfer

In dem Zusammenhang dankte Lars Braunsdorf allen Akteuren beim Feuerwehrsport und auch deren Helfern, denn es sei nicht immer einfach, alle zusammenzubekommen. Zudem waren ja auch noch etliche Veranstaltungen im Ort abzusichern. Wie das Verbrennen der Weihnachtsbäume, das Fischessen zu Ostern am Feuer sowie Mai- und Oktoberfeuer. Der Maibaum war auf- und später wieder abzubauen und zum Sommerfest im Juli wurde wieder ein Gaudiwettkampf organisiert – diesmal als Bubble-Soccer-Turnier. Mit dabei waren die Aktiven zudem im Oktober beim Kartoffelfest sowie beim Weihnachtsmarkt am 21. Dezember.

Im Herbst steht auch immer die Winterfestmachung an, wobei es in Garz keine Beanstandungen durch die Prüfer gab. Dazu wurden auch die Brunnen überprüft, wobei man bei dreien schlechte Werte messen musste. Und das schon über einige Jahre, erklärte der Wehrleiter. Mit der Havelberger Verwaltung sei man dazu im Gespräch, ein Brunnen wird dieses Jahr auf jeden Fall neu gebohrt – und zwar jener am Wehl. Darüber sei man sich mit Havelberg einig.

Ein Dankeschön ging zudem an alle Helfer bei der umfassenden Sanierung des Gerätehauses, wobei im Vorjahr nur noch Restarbeiten zu erledigen waren. Besonders dankte der Wehrleiter Timo Hagen, der dabei immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.

Gedankt wurde auch dem Feuerwehrverein, welcher bislang vom Ex-Wehrleiter Alfred Hagen sowie den Vorstandsmitgliedern Kim Buchholz, Sabine Riebschläger und Mathias Schmok geleitet worden war. Erst kürzlich hatten Neuwahlen stattgefunden, neue Vorsitzende ist nun Michaela Schulz. Mit im neuen Vorstand arbeiten zudem Sandra und Lars Braunsdorf sowie Denise Lück. Änderungen stehen auch beim Versorgungstrupp an, der immer leckeres Essen in der Gulaschkanone gekocht hatte.

Zuverlässige Teilnahme

Lobend erwähnte Lars Braunsdorf zudem die zuverlässige Beteiligung an den Dienstabenden und anderen Terminen. Etwas besser könnte die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren werden – ein erster Schritt war kürzlich der gemeinsame Erste-Hilfe-Lehrgang mit den Warnauern.

Noch immer fehlen den Garzern einige Ausgehuniformen, Stühle und Tische fürs Gerätehaus werden dieses Jahr bestellt. Zudem müsse man als Wehr auf die Umleitung während der Vollsperrung von Sandau vorbereiten.

Garzer als Vorbilder

Dass die Garzer Wehr eine Vorbildfunktion inne habe, strich der Havelberger Amtsleiter André Gerdel heraus. Hier habe man etwas geschaffen, was die Havelberger immer noch nicht haben: Einen Förderverein. Die Verwaltung habe in der letzten Zeit viele Wünsche der Garzer erfüllt – allen voran die Sanierung des Gerätehauses. In diesem Jahr sollen dann auch die restlichen Uniformen eintreffen. Zum trainieren der Zusammenarbeit wird es dieses Jahr wieder eine Großübung geben.

Stadtwehrleiter Martin Schröder erwähnte lobend, dass die Garzer die einzigen waren, welche dem Aufruf der Havelberger zur Brandsicherheitswache auf dem Pferdemarkt Folge geleistet hatten. Denn dazu werden insgesamt 90 Aktive benötigt, was die Havelberger nur schwer absichern können.