Elbe-Havel-Land l  Die Feuerwehren im Elbe-Havel-Land, für die Überprüfung auf Hochglanz gebracht, sind gut ausgestattet, neue Fahrzeuge rollen bald an und ein neues Gerätehaus samt Kleiderkammer ist bald bezugsfertig.

Die Auswertung Samstagmittag im Klietzer Gerätehaus war schnell erledigt. Denn die beiden Kontrolltrupps mit Peter Jugler, Lutz Pesenecker und Bernhard Neumann für den Norden sowie Uwe Engel, Kai Völkel und Torsten Reumann für den Süden hatten nicht viel notiert, was sie auszusetzen hatten. „Nichts Nennenswertes“, resümiert Gemeindewehrleiter Uwe Engel. „Hier und da fehlen Helme und Hakengurte oder muss die Einsatzbekleidung ausgetauscht werden, bauliche Mängel an ein paar Gerätehäusern sind zu beheben.“

Am 15. November kommt das Auto

Hohengöhren beispielsweise benötigt vier Paar neue Handschuhe für den Innenangriff, andere Wünsche gibt es nicht. Schönhausen ist mit der Ausstattung zufrieden, allerdings sind nach der Flut immer noch ein paar bauliche Mängel am Gerätehaus abzustellen. Gleiches trifft auf Neuermark-Lübars zu – das soll 2020 erledigt werden. Ein Feuchtigkeitsproblem gibt es auch im Kamernschen Gerätehaus. In Schönfeld stehen Bauarbeiten an der Fassade inklusive Dämmung an. Hier ist die Vorfreude bei den Kameraden groß, rollt doch voraussichtlich am 15. November das neue Löschfahrzeug – 20 Jahre alt und sehr gut erhalten – an.

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Das neue Schollener Feuerwehrauto wird 2020 mit Schaummittel ausgestattet, noch ist der 200-Liter-Tank dafür leer. Am Wulkauer Gerätehaus müssen noch die Einbruchsspuren beseitigt werden. Alles top ist in Fischbeck, hier muss lediglich die Entlüftungseinrichtung der Pumpe vom LF 8 erneuert werden.

Drehleiter wird repariert

Die in Klietz stationierte Drehleiter der Verbandsgemeinde fährt demnächst in die Werkstatt nach Karlsruhe. Eine routinemäßige Prüfung ergab, dass zwar nicht einsatzrelevante, aber dennoch ein paar Mängel behoben werden sollten. Das wird etwa drei Wochen dauern – solange übernehmen Havelberg und Tangermünde die Einsatzbereitschaft für die Drehleiter.

Das Scharlibber Fahrzeug ist gerade mit einer Umfeldbeleuchtung ausgerüstet worden und ein Ladegerät für die TS ist eingebaut.

Die Wuster Wehr hatte gehofft, dieses Jahr keinen Herbstputz mehr im alten Gerätehaus machen zu müssen. Aber der Umzug in das neue Gebäude verzögert sich wegen der noch nicht angelegten Außenanlagen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Jahr wenigstens die beiden Zufahrten angelegt werden, damit wir endlich umziehen können, sonst ist ja alles fertig“, sagt Wehrleiter Steffen Gottschalk voller Vorfreude. Das alte Gerätehaus, das schon seit Ende der 40-er Jahre genutzt wird, ist viel zu klein und eng. Nach dem Umzug erhofft sich die Wehrleitung auch die Gewinnung neuer Kameraden – derzeit sind es 22 Aktive. Ihnen wird 2020 dann auch ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug mit einem 1600-Liter-Wassertank zur Verfügung stehen, das die Verbandsgemeinde mit Landesfördermitteln anschafft. Die Wuster machen viermal im Jahr eine große Ausbildung zusammen mit Fischbeck, Kabelitz und Sydow, mit den Sydowern finden generell alle Ausbildungsabende statt. „Unsere Türen stehen auch den Melkowern offen“, würde sich Steffen Gottschalk freuen, Kameraden aus dem Nachbarort zu gewinnen. Dort ist die Wehr im vergangenen Jahr aufgelöst worden.

Kabelitz hat Ausrüstung übrig

Auch in Kabelitz ist die Mitgliederzahl auf vier geschrumpft – deshalb ist die Wehr nun eine Löschgruppe von Fischbeck. Eric Weiß hat gerade seine Prüfung zum Gruppenführer bestanden, zusammen mit seinem Vater Michael, mit Bernhard Brothuhn und Stefan Heinemann bildet er die Gruppe. Sie ist zufrieden mit der Ausstattung, hat nun einen Überschuss an Einsatzkleidung, „die ist nach der Flut neu angeschafft worden und zum Teil ungetragen“. Dass diese Sachen dann in die Kleiderkammer der Verbandsgemeinde kommen, die im neuen Wuster Gerätehaus eingerichtet wird, erklärt Uwe Engel.

Zu den Neuanschaffungen, die die Verbandsgemeinde für die Wehren tätigt, zählt auch eine neue Tragkraftspritze für Sydow. Die sollte längst geliefert sein – das soll nun bald erfolgen.