Verden/Havelberg l Reiseziel war Havelbergs Partnerstadt Verden. Der Fielmann-Cup, ein in jedem Jahr stark besetztes Hallenfußballturnier, stand in der Aller-Weser-Halle auf dem Programm. Aufgrund der langen Fahrtstrecke reisten die jungen FSV-Kicker mit ihrem Trainer Rino Ahlfaenger sowie mit den Betreuern/Eltern Andreas Schulz, Kai Ploetz und Roberto Kleiner bereits am Freitag an. Am Abend wurde die Zeit dann noch für ein Training in der Halle, in der die Domstädter auch ihr Nachtquartier aufschlugen, genutzt.

2019: Platz 9 gefeiert wie einen Turniersieg

Das alles war aber nichts Neues mehr für die zumeist 12-jährigen Kicker. Denn der größte Teil von ihnen war auch schon in den zurückliegenden zwei Jahren zu Gast beim vom Partnerverein FC Verden 04 ausgerichteten Fielmann-Cup in der Allerstadt. Das beste Abschneiden dabei konnte die Mannschaft, noch als E-Jugend, beim Turnier zum Jahresbeginn 2018 für sich verbuchen. Damals hatte sie eine makellose Vorrunde gespielt, dann aber jeweils mit viel Pech sowohl das Halbfinale als auch das Kleine Finale mit 0:1 verloren, womit das Hallenturnier für die Havelberger tränenreich zu Ende gegangen war. 2019 wurde dann schon in der Vorrundengruppe so gut wie alles liegengelassen. „Dadurch konnten wir zum Schluss nur noch um Platz 9 und 10, also die letzten beiden Ränge spielen“, erinnert sich Trainer Rino Ahlfaenger. „Dieses Platzierungsspiel haben wir dann gewonnen. Meine Mädchen und Jungs feierten das, als wären sie Turniersieger geworden.“

Gelungener Auftakt

2020 sollte nun aber ein besseres Ergebnis erreicht werden, hatten sich die Domstädter für ihren Auftritt beim Fielmann-Cup vorgenommen. Und der Start ins Turnier verlief auch optimal. Denn die erste Begenung in ihrer Fünfer-Vorrundengruppe gegen den SC Haßbergen konnten die FSV-Kicker glatt mit 2:0 für sich entscheiden. Beide Treffer erzielte Torjäger Moritz Oppermann. In den Havelberger Reihen herrschte eine Riesenfreude über den gelungenen Auftakt.

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Erste Niederlage

Doch dann, eine gute Stunde später – der Spielplan sah das so vor – wartete Vahr Blockdieck als nächster Gegner. Diese Mannschaft aus dem Bremer Raum war ganz kurzfristig für die JSG Heidetor eingesprungen, welche die Turnierteilnahme kurz zuvor absagte. Den FSV-Akteuren hatte die lange Pause aber offensichtlich gar nicht gut getan. Denn sie fanden in keiner Phase der Partie zu ihrem gewohnt flüssigen Spiel. Und mussten eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Das Havelberger Tor, zum zwischenzeitlichen 1:1, ging wieder auf das Konto von Moritz Oppermann.

Lange Pausen tun dem FSV nicht gut

Auch nach dieser Begegnung mussten die Havelberger wieder eine gute Stunde pausieren, um in ihrem dritten Gruppenspiel gegen die Kreisauswahl Verden anzutreten. Diese schoss auch das erste Tor in der Begegnung, und lange Zeit sah es danach aus, als ob der FSV die zweite Niederlage in Folge einstecken müsste. Moritz Oppermann gestaltete mit dem Ausgleich in der 8. Minute dann aber wieder alles offen. Von nun an spielte nur noch eine Mannschaft, und das war der FSV. Der Druck auf das Tor der Kreisauswahl war groß. Mehrmals rettete für diese in der Schlussphase – die Spielzeit betrug jeweils zehn Minuten – der Pfosten. Aber auch andere große Chancen zum 2:1 wurden von den Havelbergern vergeben. So blieb es beim 1:1.

Halbfinale noch möglich

Ein Ergebnis, mit dem die Domstädter in ihrem letzten Gruppenspiel noch aus eigener Kraft Platz 2 in der Vorrunde und damit das Halbfinale erreichen konnten. Gegen den JFV Verbrock blau, der zu dem Zeitpunkt noch mit einem Punkt schlechter als der FSV da stand, musste dafür allerdings mit mindestens zwei Toren Unterschied gewonnen werden. Es ging um Alles oder Nichts. Und es wurde leider Nichts. Denn mit der nervlichen Belastung wurde die Mannschaft nicht fertig, schon gar nicht, nachdem sie schon nach wenigen Sekunden mit 0:1 zurück lag und damit ihre Träume platzen sah. Dieser unkonzentrierte Beginn war übrigens auch schon in den beiden Havelberger Gruppenspielen zuvor jeweils in der ersten Minute mit einem Gegentor bestraft worden.

Enttäuschendes 0:1

Bei diesem, aus FSV-Sicht recht enttäuschenden 0:1 blieb es dann gegen den JFV Verbrock blau bis zur Schlusssirene. Die Folge: Statt des erhofften zweiten Platzes in ihrer Gruppe fielen die Havelberger auf Platz 4 zurück und somit nur in das Spiel um den siebten Turnierplatz.

Drittbester Torschütze kommt aus Havelberg

Joseph Heidel sorgte in diesem Platzierungsspiel gegen den JFV Union 18 mit seinem Treffer für einen 1:0-Erfolg und damit noch für einen versöhnlichen Abschluss. Zudem konnte sich jeder Spieler bei der Siegerehrung über eine Erinnerungsmedaille freuen. Und die Mannschaft über zwei neue Trainingsbälle. Einen solchen und dazu einen schicken Pokal erhielt auch Moritz Oppermann als drittbester Torschütze des Turniers. Diesen Platz musste er sich allerdings erst noch in einem Stechen gegen zwei andere Schützen mit ebenfalls vier Turniertreffern erkämpfen. Das tat er aber in souveräner Manier.

Dankeschön an FC Verden 04

Ein großes Dankeschön gilt dem FC Verden 04, namentlich dem Jugendwart Gerd Adomeit, der die Havelberger gut in Verden aufnahm, unterbrachte, drei Tage lang verpflegte – einmal ging es zum Pizzaessen – und zum Kegeln einlud.