Havelberg l Die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion war der Anlass, der Havel eine Sinfonische Dichtung zu widmen. „Die Havel“ wurde komponiert und im damaligen Landgut Borsig mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg erfolgreich uraufgeführt. Knapp fünf Jahre nach dem Großereignis in der Havelregion gibt es nun eine DVD, die die Musik mit wunderschönen Aufnahmen aus der Region verbindet. Eine DVD „Die Havel – Eine Reise von der Quelle zur Mündung“ wurde veröffentlicht und eine neue Havel-Seite im Internet platziert, berichtet Michael Th. Omilian von der MiK Consulting aus Rathenow.

Der Kulturmanager war es, der 2011, nach Bekanntgabe der Buga-Vergabe in die Havelregion die Idee für die musikalische Hommage an den Fluss hatte, der seiner Wahlheimat den Namen gibt. Zunächst mussten Sponsoren begeistert werden. Ein längerer Prozess. Das Kulturministerium, der Landkreis Havelland und der Rotary Club Havelland wurden letztlich Partner des Vorhabens. Den erfolgreichen Filmmusikkomponisten Marian Lux hatte Omilian bereits im Vorfeld für die Idee gewinnen können.

Auch in Havelberg hatten beide das Projekt vorgestellt, das irgendwie auch von Bedrich Smetana (1824 bis 1884) inspiriert war, der der Moldau in seinem sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ ein Musikwerk widmete.

Uraufführung kam gut an

Im Juni 2015 erfolgte die begeisterte Uraufführung des Werkes vor über 1000 Besuchern im Rahmen eines Open-Air-Konzertes der Havelländischen Musikfestspiele. „Der erste Schritt war getan und die parallel veröffentlichte CD fand ihre Fans. Was lag also näher, als dem Fluss, neben der akustischen Wahrnehmung auch eine visuelle Plattform zu verleihen. Quasi ein Video-Clip, der die unterschiedlichen Stimmungen des Wassers und der Musik sichtbar macht“, sagt Michael Th. Omilian zu der Idee, Musik und Filmsequenzen auf eine DVD zu bannen.

Mit Hausboot unterwegs

„Ein Filmteam wurde gefunden, die einzelnen Orte und Highlights im Vorfeld gecheckt und den Wetterbedingungen folgend wurde mit Unterstützung der Firma BunBo aus Brandenburg an der Havel, die ihr Hausboot kostenlos zur Verfügung stellte, tage- und wochenlang gedreht. Anschließend musste das Filmmaterial gesichtet und zu einem emotionalen Ganzen zusammengefügt werden.“

Das Ergebnis liegt nun vor. Produzent Omilian: „Es sollte eben kein reiner Naturkundefilm werden, sondern Ziel war, die Besonderheit des fließenden Wassers mit der Musik in Einklang zu bringen. Interesse für die Möglichkeiten entlang der Havel zu wecken und damit gegebenenfalls auch Touristen anzusprechen.“

Um diese zu erreichen, braucht man das Internet. Unter der Internatadresse www.diehavel.com findet man entsprechende Infos, einen kurzen Trailer des Videos, aber auch einen unterhaltsamen Beitrag über die Entstehung – das sogenannte Making off –, das Einblick in die Produktionsarbeit und überraschende Sequenzen des Teamworks erlaubt.

Wer sich auf diese musikalische Reise begeben möchte – der kurze Trailer weckt schon mal das Interesse – kann die DVD zu einem Preis von 10 Euro zuzüglich 3 Euro Versand auf dieser Internetseite bestellen.