Scharlibbe l 19 Stände rund um den Festplatz waren aufgebaut, dazu der Verpflegungsstand der Scharlibber Freunde. Und alle hatten beste Laune – Trödler und Käufer. Kaum einer ging mit leeren Taschen und die meisten Anbieter waren froh, am Nachmittag ein wenig weniger wieder einzupacken, als sie am Morgen ausgepackt hatten. So wie Karl-Heinz Pick aus Schönhausen. Erst seit drei Jahren bereist er Trödelmärkte in der Region, „ich bin jetzt Rentner und habe Zeit dazu“. In Scharlibbe aufgewachsen, sammelt er selbst Feuerwehrhelme und alles, was irgendwie mit der Wehr zu tun hat – schließlich ist er Wehrleiter in Schönhausen. Ein bisschen plaudern, ein bisschen handeln, „das macht einfach Spaß. Und am Ende des Tages hat man noch ein bisschen Taschengeld kassiert.“ Auch Scharlibbe hat sich für ihn gelohnt, wurde er doch mit einem Fahrrad ein größeres Stück los.

Nur, wenn in ihrem Heimatort Scharlibbe Flohmarkt ist, packt Eileen Gauch ein paar Sachen, die den Kindern zu klein geworden sind, zusammen, dazu Nützliches, das zu schade zum Wegwerfen ist.

Das sind auch die Spielsachen von Stella, die mit Mama Kerstin und Omi Bärbel Schulz dabei ist. Stella hat ein paar Ferientage in Scharlibbe verbracht, Kerstin Schulz ist von Zuhause im Norden mit einem Auto voller Trödelsachen nach Scharlibbe gekommen.

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Zufrieden sind Francis und Ortwin Schulz aus Schönfeld, als sie einpacken. Von ihrer Tupperware und den Kindersachen haben sie viel verkauft, „es hat sich gelohnt und Spaß gemacht“.

Trödeln seit zwölf Jahren

Schon seit zwölf Jahren trödeln Rosemarie und Hasi Schreiber aus Havelberg und sind auf Märkten in der Region dabei. Ihre Tochter hatte sie damals auf die Idee gebracht. Was am besten läuft? „Das kann man gar nicht sagen. Heute haben wir vier Puzzles verkauft, beim letzten Markt wurden sie nicht angeguckt. Generell laufen Kindersachen gut – die haben wir leider nicht. Aber auch bei den Alltagsgegenständen, die uns auch Nachbarn oder ehemalige Arbeitskollegen bringen, weil sie zu schade zum Wegwerfen sind, läppert sich das Verkaufte zusammen. Es macht einfach Freude, hier zu sitzen“, genießen die Havelberger die entspannte Atmos- phäre auf Flohmärkten.

Das tut auch Bärbel Pastow, die zu den Scharlibber Freunden gehört und deshalb auch ein paar Dinge zusammengetragen hat. Am Ende bietet sie „vier Teile, egal ob klein oder groß, zum Preis von zehn Euro an“.

Auch die Scharlibber Freunde sind zufrieden: Bratwurst ausverkauft, Kuchen auch fast. Und es war wieder ein schönes Beisammensein für die Dorfbewohner und Gäste.