Schönfeld l  Die entstandenen Schäden bezifferten Fachleute mit um die 2,7 Millionen Euro. Jetzt endlich – mehr als zwei Jahre nach der Katastrophe – sind die Arbeiten zur Schadensbeseitigung im vollen Gange. Die Wege zwischen den Bungalows sind von schwerer Technik aufgewühlt, diverse Gräben durchziehen das Gelände, überall stehen Handwerkerfahrzeuge, am Zufahrtsweg berät ein Vermessertrupp. Der Innenausbau im Sanitärgebäude steht kurz vor dem Abschluss, derzeit verlegt eine Elektrofirma aus Klietz Kabel für Beleuchtung und Steuerungstechnik. Danach folgt die Endmontage im Sanitärbereich, so sind noch Trennwände zu errichten sowie die Wasser- und Solaranschlüsse herzustellen. Diese Baustelle soll wie auch die Anmeldung noch in diesem Jahr fertig werden.

Gut im Plan liegen auch die Arbeiten am Mehrzweckgebäude, hier sind derzeit Trockenbauer aus Hindenburg im Sanitärbereich im Gange. In den nächsten Tagen wird die Heizung montiert, dann kann hier die Winterbaustelle für die Nachfolgegewerke wie den Fliesenleger eingerichtet werden. Die Heizung ist auch nötig, weil das Gebäude im Innern durch die Bauarbeiten noch recht feucht ist.

Im März soll das Mehrzweckgebäude fertig sein, informierte Planer Norbert Hackel aus Havelberg auf der Ratssitzung in Kamern. Und auch die Ausschreibung für die Flutsanierung der beiden kommunalen Bungalows ist inzwischen erfolgt.

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In der Vorwoche begannen endlich auch die vom Energieversorger beauftragten Handwerker mit dem Verlegen der Kabelstränge – eigentlich sollten diese Arbeiten schon seit Ende August im Gange sein. Doch ist das generell ein großes Problem: Viele Handwerksfirmen arbeiten am Limit, wie auch Bürgermeister Arno Brandt – er führt selbst eine Baufirma – auf der Ratssitzung in Kamern erklärte.

Wasserleitung im Verzug

So ist bislang auch die Firma noch nicht angerückt, welche eigentlich schon ab Oktober die Trinkwasserleitung verlegen soll. Dennoch wolle sie den Zeitplan einhalten, kam die Antwort auf eine erste Mahnung der Bauherren. Die Übergabe ist Ende März vorgesehen.

Bis zum Saisonbeginn im kommenden Jahr soll eigentlich alles fertig sein – die große Unbekannte ist dabei jedoch die Witterung. Die Planung gerät zudem aus dem Konzept, wenn ein Glied in der Kette fehlt: Sind die Wasserleitungen noch nicht in der Erde, können auch die Wegebauer nicht starten.

Und wer möchte schon auf einer Baustelle Urlaub machen?