Elbe-Havel-Land l Kurz vor Ostern trugen die Arbeiter der Wusterhauser Firma, welche die neue Brücke über den Land- und Weidegraben bei Schönfeld errichtete, Muttererde an der Böschung auf, anschließend wurde Rasensamen angesät. Dann mussten noch die unbefestigte Zuwegung wieder hergestellt und die Seitenbereiche profiliert werden, die Anbindung an den Radweg wurde bereits betoniert. Noch in dieser Woche erfolgt die H1-Brückenprüfung, die erste nach der Fertigstellung. Dann kann in der kommenden Woche – und zwar am 27. April um 10 Uhr – die technische Abnahme stattfinden.

Für die 40 Brücken, welche sich in der Obhut des Bauamts der Verbandsgemeinde befinden, steht übrigens alle drei Jahre eine einfache Prüfung an, alle sechs Jahre ist die Hauptprüfung fällig. Unter den Begriff „Brücke“ fällt jedes Bauwerk, was eine lichte Weite von über zwei Metern hat.

Die Brücke mit der größten Spannweite ist die ICE-Brücke am einstigen Bahnhof Schönhauser Damm – hierfür steht in diesem Jahr wieder eine recht teure Hauptprüfung auf dem Plan. Die zweitgrößte Brücke steht in Schollene.

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In Schönfeld existiert derzeit noch eine weitere Brückenbaustelle, dieses Bauwerk führt in Verlängerung der Priesterstege über einen Zufluss des Landgrabens. Derzeit wird hier die Bewehrung eingebaut. Die Havelberger Firma HTI hatte dafür den Zuschlag bekommen, ebenso für jene drei Brückenersatzneubauten, welche sich an der Straße zwischen Hohengöhren und dem Damm befinden. In der Vorwoche wurden die Widerlager der Brücke am Hohengöhrener Damm betoniert, in Kürze folgen die Kappen (Seitenbereiche) jener Brücke, welche in Richtung Hohengöhren liegt.

Höchste Belastungsklasse

Weil es sich um eine Panzermarschstraße der Bundeswehr handelt, besitzen alle drei Brücken die höchste Belastungsklasse. Bis zum Sommer müssen die Bauwerke fertig werden, dann wird hier wegen des nächsten Straßenbauabschnittes in Hohengöhren die Umleitung für Busse und Anlieger entlangführen.

Für die über den Hunnenberggraben führende Brücke in Kamern laufen derzeit die Planungen. Die Ausschreibung soll im 2. Quartal erfolgen, wenn alles klappt, ist noch in diesem Jahr Baustart.

Eine über den Horstgraben führende Radlerbrücke wurde im Vorjahr am Wusterdamm fertiggestellt, ein mit 4,5 Metern Breite etwas größeres Brückenbauwerk befindet sich derzeit in der Ausschreibung. Wie bei allen Flutschadensbeseitigungen werden die Mittel dafür zu 100 Prozent von Bund und Land bereitgestellt.