Projekte aus der aktuellen Leader-Förderung

Aktuell sind folgende Projekte aus dem Leader-Programm der Lokalen Aktionsgruppe Elbe-Havel-Winkel abgeschlossen, in Arbeit oder beginnen demnächst:

Die Evangelische Kirchengemeinde Garz hat Gelder für die farbliche Gestaltung der Außenfassade der Garzer Dorfkirche beantragt.

In Kamern hat die dortige Kirchengemeinde die Restaurierung der Kirchenorgel zum 100. Geburtstag auf den Weg gebracht. Die Einweihung findet zu Pfingsten statt.

Zu privaten Vorhaben gehört in Neuermark-Lübars die Verbesserung der touristischen Infrastruktur des Reiterhofes. In Nitzow wird die Umnutzung eines Kuhstalls zur Erweiterung des touristischen Angebotes des Havelhofes fortgesetzt. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt der Innenausbau. In Havelberg wird der Ausbau von Gästezimmern im Sonnenhaus gegenüber der Kirche gefördert.

Der Verein Altes Schöpfwerk Vehlgast will mit Geldern aus dem Leader-Programm das alte Schöpfwerk sanieren und als technisches Denkmal erhalten.

Für die Erneuerung und Sanierung des Fachwerks am Dorfgemeinschaftshaus Nitzow und die Erneuerung und energetische Sanierung des Gemeindesaals in Garz erhält die Hansestadt Havelberg Gelder.

Havelberg l „Wir starten einen Aufruf für Vorhaben im kommenden Jahr. Gesucht sind Projekte von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen in den Bereichen Tourismus oder Landleben“, sagte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Elb-Havel-Winkel Bernd Poloski zur Vorstandssitzung am Dienstag in Havelberg. Mit der Förderung, die zwischen 45 und 90 Prozent der Investitionssumme betragen kann, soll der Elb-Havel-Winkel als Ort des sanften Tourismus sowie zum Leben und Arbeiten im ländlichen Raum gestärkt werden.

Die EU-Förderprogramme über Leader sind bereits seit 1994 ein Erfolgsgarant für Vorhaben, die zur Entwicklung der Region beitragen. Leader-Manager Björn Gäde nennt Zahlen: „Allein in den vergangenen drei Jahren sind im Elb-Havel-Winkel mehr als 30 Vorhaben bewilligt worden. Damit sind in diesem Zeitraum rund 1,8 Millionen Euro größtenteils als EU-Mittel in die Region geflossen. Die ausgelösten Investitionen belaufen sich bei Kommunen, Vereinen, Privatakteuren und der Wirtschaft auf mehr als 2,6 Millionen Euro. Damit investiert die EU bei jedem direkt vor der Haustür und gestaltet aktiv den Lebensraum von vielen Menschen – vor allem in ländlichen Regionen.“

Aktuell sind einige Projekte in Arbeit oder stehen kurz bevor. Als ein gutes Beispiel, wie EU-Gelder sinnvoll und nachhaltig zur Entwicklung beitragen können, nennt Bernd Poloski, Bürgermeister in Havelberg, das kleine Haveldorf Garz. Dort wurden und werden mit den Havelhöfen, der Herrichtung des alten Saales zum Kulturzentrum und der Sanierung der achteckigen Fachwerkkirche drei ortsbildprägende Objekte gefördert. Private, kirchliche und kommunale Objekte sind hier die Nutznießer.

Einen Mehrwert zu schaffen, ist das Ziel von Leader. Deshalb geht es nicht hauptsächlich um investive Maßnahmen, sondern um Projekte etwa im sozialen Bereich oder als arbeitsmarktpolitische Maßnahme. Den Tourismus zu fördern, ist ein großes Ziel, um das Leben zukunftsfähig zu gestalten. Gern gesehen sind auch Kooperationsprojekte, sagt Björn Gäde. Wie viele Projekte tatsächlich 2020 gefördert werden können, lässt sich noch nicht sagen. „Aber wir können auskömmlich Projekte annehmen.“

Gebäude mit Leben zu füllen, wird belohnt

Für Vorhaben, die es in der bisherigen Förderphase nicht auf die Prioritätenliste geschafft haben, wurden oftmals alternative Fördermöglichkeiten gefunden. Über das ALFF zum Beispiel. Das Dach der Kirche Sandau stand lange auf der Liste der Lokalen Aktionsgruppe. Auch hier wurden andere Förderwege gefunden.

Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe wählt die Projekte nach einem Punktesystem aus. Wer Arbeitsplätze schafft, bekommt mehr Punkte als derjenige, der ein reines Sanierungsprojekt einreicht. Belohnt wird auch der, der Gebäude mit Leben füllt. Beachten sollten Einreicher, dass die Fördergelder meist erst im zweiten Jahr nach der Antragstellung fließen. Ein Problem ist heutzutage auch, dass die Handwerker, die Angebote für die jeweiligen Projekte abgeben, am Ball bleiben. Dennoch lohnt es sich, Anträge zu stellen, ermuntern Bernd Poloski und Björn Gäde Interessenten.

Diese sollten sich beim Leader-Management melden. Alle Informationen sowie die Projektskizze sind im Internet zu finden. Drei Kurzfilme zeigen, was Leader macht. Die Einreichungsfrist endet am 23. August.