Havelberg l Für das Programmjahr 2018 bekommt die Hansestadt Havelberg keine Fördergelder aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Diese Nachricht hat Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski am Donnerstag in seiner Post gehabt. „Damit wissen wir, pünktlich zu Weihnachten, immerhin, woran wir sind. Nach über einem Jahr haben wir nun endlich Antwort auf unseren Fördergeldantrag erhalten.“

Die Hansestadt hatte zum 30. November 2017 den Antrag auf Fördergelder aus dem Investitionspakt gestellt, um damit das Gebäude der früheren Sekundarschule für die Grundschule umzubauen und zu sanieren. Sie rechnet mit Kosten von gut viereinhalb Millionen Euro. Die Baumaßnahmen sollten über drei Jahre erfolgen. Der erste Bauabschnitt sollte 2019 mit der Bauhülle beginnen, 2020 der Innenausbau folgen, 2021 dann die Komplettierung mit Aula, Verbinder und Außenanlagen. Beantragt wurde auch die Ausstattung der Grundschule. Da diese über den Investitionspakt nicht förderfähig ist, hatte die Stadtverwaltung den Förderantrag nach einem Hinweis durch das Landesverwaltungsamt im Frühjahr entsprechend geändert und die dafür erforderlichen Kosten in Höhe von 350.000 Euro durch Investitionszuweisungen und Geld aus einem Sonderprogramm in den Haushalt eingestellt.

Nach über einem Jahr kam nun die Absage zum Förderprogramm, mit dem die Stadt das Integrationszentrums für Bildung, Sport und Kultur ausbauen wollte. Vorsorglich hatte der Bürgermeister zwar in einem Telefonat mit dem Landesverwaltungsamt formal mündlich am 30. November dieses Jahres den Antrag erneut gestellt – um sich im Falle einer Absage die Chance auf das Förderprogramm 2019 zu sichern. Doch ob das die Lösung ist? „Das große Problem, das ich mit diesem Bescheid habe, ist, dass es abgesehen von der Nachricht zur Ablehnung keinerlei Hinweise zu den Gründen dafür gibt“, macht der Bürgermeister deutlich, dass überhaupt nicht abzusehen ist, ob der neue Antrag Erfolg haben könnte. „Das macht die Planung so schwierig. Die Frage ist, wollen wir weiter auf Fördergelder hoffen, obwohl uns die Zeit durch die Finger rinnt?“

Für Grundschule und Hort wird schon seit längerer Zeit nach einer Lösung gesucht, um die Kapazitäts- und baulichen Defizite endlich beseitigen zu können. Mögliche Förderprogramme wurden dafür ausgelotet. Denn die Stadt hat nicht genügend finanzielle Kraft, um die erforderlichen Baumaßnahmen allein stemmen zu können. „Wir müssen uns im Januar mit den Stadtratsfraktionen zusammensetzen und nach Alternativlösungen suchen“, so Bernd Poloski.