Schönhausen l Auf dem Schönhauser Friedhof gibt es jetzt die Möglichkeit der halbanonymen Urnenbestattung. Dafür war in der bisherigen Satzung keine Gebühr festgelegt. Doch nun ist Platz dafür, inklusive einer vom Ehepaar Witt gespendeten Stele für die Namen der Verstorbenen, hergerichtet, so dass die Gemeinde der verstärkten Nachfrage nach dieser Art der Bestattung gerecht werden kann.

Keine Reservierung möglich

„Die Beisetzungen auf dem halbanonymen Urnenfeld erfolgen der Reihe nach, so dass auch die Beschriftung auf der Stele fortlaufend vorgenommen wird. Auf je einer der 20 Tafeln werden zwei Namen graviert“, heißt es aus der Friedhofsverwaltung der Verbandsgemeinde, die damit die Aussagen von Bürgermeister Holger Borowski auf der Sitzung konkretisiert. „Dem Wunsch, an einer bestimmten Stelle auf der halbanonymen Fläche beigesetzt zu werden, kann nicht entsprochen werden. Ebenfalls ist eine Reservierung für den Lebenspartner auf der Stele nicht möglich“, macht die Verwaltung deutlich. Denn ein Lebenspartner kann frühzeitig sterben und der andere erst 25 Jahre später, wenn die Nutzungsrechte für die Urnenstätte abgelaufen ist.

Die Ratsmitglieder einigten sich darauf, dass ein Platz auf der Fläche 250 Euro kostet.

Gravur kostet 450 Euro

Dazu kommt die Gebühr für die Gravur der Tafel auf der Stele. Diese Kosten belaufen sich auf rund 450 Euro. In Auftrag gegeben wird die Beschriftung, die einheitlich sein soll, von der Friedhofsverwaltung. Name, Geburts- und Sterbetag werden eingraviert. Auf Wunsch kann ein Ornament wie beispielsweise Rose, Sonne oder Kreuz dazugesetzt werden, dafür fallen jedoch weitere Gebühren an.

Diskussionen hatte es bereits im Vorfeld wegen der Nutzung der Tafeln gegeben. Die Spender der rund 6000 Euro teuren Stele wollten pro Tafel einen Namen beziehungsweise zwei für den Ehepartner. Somit wäre die Stele nach der Bestattung von 20 Personen voll. Deshalb wäre es einigen Ratsmitgliedern lieber gewesen, wenn kleine Namensschilder auf den Tafeln angebracht worden wären. Denn insgesamt bietet die halbanonyme Fläche Platz für zirka 200 Bestattungen. Die Bedenken: Die Stele ist zu schnell voll und dann muss die Gemeinde investieren.

Die Volksstimme berichtete bereits im Oktober über den geschlossenen Kompromiss zwischen dem Spender und der Gemeinde Schönhausen: Es wurde sich darauf geeinigt, dass auf einer Platte die Kennzeichnung von zwei Verstorbenen erfolgt. So ist Platz für 40 Namen.

Die Stele wird noch so eingefriedet, dass man hier Blumen abstellen kann.