Schönhausen l Die große Stele steht schon mal – gestiftet von Bernd Witt, der dafür tief in die Tasche gegriffen hat: Rund 6000 Euro kostet der freistehende Pfeiler aus Granit. Er bietet Platz für 20 Tafeln, auf denen die Namen der Verstorbenen eingraviert werden können, außerdem für ein Monogramm: Blume, Engel, Sonne, Angler, Pferd – was zum Leben des Verstorbenen passt. „Es gibt ein paar Vorgaben, damit die Stele nicht kunterbunt aussieht, aber man hat schon ein paar Gestaltungsmöglichkeiten, die dem jeweiligen Steinmetz vorgegeben werden können.“ Bernd Witt hatte sich selbst auf verschiedenen Friedhöfen halbanonyme Urnenfelder angesehen. Die in Rathenow haben ihm am besten gefallen. In Absprache mit dem Gemeinderat, der dankbar für die Unterstützung ist, hat er die Stele bestellt. Ende Juni wurde sie dann auf der Wiese errichtet. Dass sich seitdem nichts gerührt hat auf dem Feld, verstimmt ihn etwas. „Warum geht es denn nicht voran? So viel ist doch nicht mehr zu tun, um das Feld freizugeben für diese Art von Bestattungen.“

Bürgermeister Holger Borowski erklärt auf Volksstimme-Anfrage, dass mit einem ortsansässigen Bauunternehmer gesprochen wurde, der einen Weg über die Wiese hin zur Stele anlegen soll. „Sobald er Zeit hat, geht es los. Die Stele wird allerdings noch einmal vom Rand des Feldes in die Mitte versetzt.“

Aber auch dann muss noch auf die Freigabe der Fläche gewartet werden. In der zum Jahresende 2017 neu beschlossenen Friedhofssatzung ist diese Art der der halbanonymen Beisetzungen nicht verankert. Das muss sie aber sein, damit sie auch angeboten werden kann. Die Satzung muss also noch ergänzt werden. Auch die Gebühren für die halbanonymen Beisetzungen sind vom Gemeinderat Schönhausen noch zu beschließen, heißt es aus der Friedhofsverwaltung. Es wird sich also noch ein paar Monate hinziehen.