Informationen für Bewohner des Campingplatzes

Für Beplanung fehlt noch staatliche Fluthilfe

Von Ingo Freihorst

Die Flut verheerte auch Bungalowsiedlung und Campingplatz am Schönfelder See. Die Verwaltung nimmt den Neustart zum Anlass, für das Areal endlich den gesetzlich geforderten Bebauungsplan aufzustellen.

Kamern/Schönfeld l "Freizeitbereich Schönfeld" sollen Campingplatz und Bungalowsiedlung künftig heißen. Das erfuhren die Platznutzer kürzlich im Kamernschen Gemeindesaal, der einstigen Schulküche. Christine Wendt vom Bauamt stellte den Stand der Vorplanung vor.

Künftig soll es drei Kategorien geben: Den Dauercampingplatz für alle mobilen Domizile. Er soll auf der linken Straßenseite errichtet werden, wo früher die Kläranlage war. Die Bungalowsiedlung bleibt, das Rondell an der Waldkante muss wegen der nötigen Feuerwehrzufahrt verschwinden.

Kleinere Häuschen können auf dem künftigen Wochenendplatz entstehen, je Parzelle sind hier mindestens 100 Quadratmeter Fläche nötig. Weil auch einige Bewohner dem Platz nun den Rücken kehren oder in Bungalows ziehen, entstehen freie Räume.

Rondell muss weg

Beachten muss die Verwaltung, dass Flächen am Trübengraben als Landschaftsschutzgebiet oder FFH-Schutzgebiet ausgewiesen sind, erklärte Christine Wendt. Die Planung selbst könne erst angeschoben werden, wenn die staatlichen Fluthilfe-Gelder fließen. Vor der Auslegung soll dann noch einmal eine Versammlung mit den Platzbenutzern stattfinden. Der Planung müssen dann noch der Landkreis und das Landesverwaltungsamt in Halle zustimmen.

Kamern selbst kann nicht noch mehr vorfinanzieren, da es sich in der Konsolidierung befindet. Die Gemeinde ging bereits in Vorleistung und lässt schon mal einen Bebauungsplan aufstellen.

Dirk Francke, der amtierende Vorsitzende des Bungalowvereins, ist ärgerlich über die Arbeitsweise der Investitionsbank des Landes. Er hatte widersprüchliche Informationen von dieser zur Fluthilfe für Wochenendhäuser erhalten. So sollen zwar bis zu 60 Prozent entschädigt werden, maximal gibt es jedoch nur 8000 Euro, bei Lauben sind es 4000 Euro. Bei den größeren Bungalows entstanden jedoch Schäden von um die 50000 Euro.