Klietz  l Zwei in Klietz ausgerissene Hunde – darunter ein Rottweiler – haben vier Ziegen gerissen. Letztere hatten sich auf dem Grundstück von Fischermeister Gernot Quaschny an der Straße zu den Dämmen befunden.

Eine Frau hatte den Hohengöhrener angerufen und informiert, dass auf der Straße dort Hunde liefen. Die Frau vom Fischer fuhr sofort hin, um nach dem Rechten zu schauen und bemerkte die Hunde auf dem Grundstück – die Ziegen waren allerdings nicht zu sehen. Daraufhin eilte auch Gernot Quaschny zu seinem Betriebsteil am Klietzer See – er fand die gerissenen Ziegen teils sogar im Wasser liegend.

Er leinte die Hunde an und wählte die auf einem Halsband vermerkte Nummer des Hundehalters, welcher aber im Auslandsurlaub weilte. Ein Schönhauser, welcher die Hunde in dessen Abwesenheit fütterte, holte die Hunde ab und entsorgte die toten Ziegen. Der Fischer erstattete Anzeige. Die Polizei informierte ihn, dass die Hunde schon mehrfach ausgebrochen waren.

Verhängt Amt einen Eignungstest?

„Das geht ja gar nicht, diese Hunde sind doch auch eine Gefahr für andere Leute – wie oft kommen hier auf dem Weg Radfahrer oder Spaziergänger vorbei“, meinte Gernot Quaschny, den der Anblick der toten Ziegen sehr erschüttert hatte, hatten er und seine Frau sie doch von klein auf großgezogen.

Dem Ordnungsamt war der Vorfall gestern Vormittag noch nicht bekannt. Wird das Amt von der Polizei über die Anzeige informiert, wird es tätig: Auffällige Hunde müssen dann zu einem nicht ganz billigen Wesenstest und auch der Hundehalter muss innerhalb einer bestimmten Frist einen Nachweis seiner Eignung zum Halten der Vierbeiner ablegen.