Havelberg l Da das 5. Türchen des Havelberger Adventskalender beim Wassersportverein geöffnet wurde, musste die große Teilnehmerschar am Sonnabend eine „Inselwanderung“ unternehmen. Angeführt vom Laternenträger und dem Weihnachtsmann sowie den beiden Eseln Ole und Blümchen ging es vom Rathaus über die Havelstegbrücke auf die Spülinsel. Im weihnachtlich geschmückten Vereinsraum standen vor dem Lichterbaum Stühle für den Weihnachtsmann und die Erzählerin – Roswitha Frontzek aus Kümmernitz freute sich auf die Kinder, Eltern und Großeltern – bereit. Mitorganisator Bernhard Maslow lobte den herzlichen Empfang beim neuen Adventskalender-Mitglied und lud alle Anwesenden ein, ein Weihnachtslied zu singen. Roswitha Frontzek erzählte die Geschichte von der kleinen Dott. Dem kleinen Mädchen ist in der Johannisnacht die Blüte der Rennefarre in die Schuhe gefallen, wodurch es für die Menschen unsichtbar wurde. Jedoch konnte es plötzlich die Sprache der Tiere verstehen und durch die Jahrhunderte reisen. Sie durchquerte die Prignitz und kam auch nach Havelberg. Hier endete die Geschichte und die Erzählerin ging auf das Weihnachtsfest ein, wie es früher ohne Radio und Fernseher gefeiert wurde. Plätzchen und warme Getränke wie auch an dem Abend beim Wassersportverein gab es früher aber auch schon.

Am Sonntag, Nikolaustag, war der Weg zum 6. Türchen nicht so weit, denn die Adresse war das Rathaus. Daher ging es zuvor noch eine Runde durch die weihnachtlich geschmückte Altstadt. Das Gesinde des Bürgermeisters – Simone und Ralf Dülfer waren in historische Kostüme geschlüpft – empfing die wiederum große Eltern- und Kinderschaar. Im Rathaussaal las Simone Dülfer die 70 Jahre alte Geschichte von einem Mädchen, das zu Weihnachten eine Eselin geschenkt bekam. Natürlich gab es nach dieser spannenden, wenig bekannten Geschichte Süßigkeiten für die Mädchen und Jungen.

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