Klietz l Seine Rede eröffnete Bürgermeister Hermann Paschke mit der Sache, die ihm am meisten am Herzen liegt: denen zu danken, die sich in Klietz, Scharlibbe und Neuermark-Lübars ehrenamtlich engagieren! „Ein Dorf, eine Gemeinde lebt davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger für ihre kommunale Gemeinschaft engagieren. Es kostet Kraft, erfordert Zeit, Ideen, Geld, um Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Dafür kann man nicht genug Dank sagen.“

Eine, die zu den Engagierten gehört, ist Edith Läufer. Sie durfte sich beim Empfang ins Goldene Buch der Gemeinde Klietz eintragen. Warum, das begründete Hermann Paschke in seiner Laudatio, für die er sogar ein paar Worte auf Platt gelernt hatte. Unter anderem heißt es: „Heimat- und Brauchtumspflege – in Klietz gibt es eine Frau, deren Namen dafür als Symbol steht. Seit über 20 Jahren hat sich Edith Läufer dieser Aufgabe intensiv gewidmet. Sie lehrte nicht nur Plattdeutsch in der Schule. Unermüdlich zeigt sie, wie‘s früher einmal war. Zeigt, wie man spinnt, webt, Seil dreht, buttert. Ob groß, ob klein – Schüler aus dem Schullandheim oder Senioren auf „Kaffeefahrt“ – alle sind begeistert, wenn die gebürtige Klietzerin und gelernte Veterinärtechnikerin im Ruhestand in Hoch- oder Plattdeutsch ihre anschaulichen Führungen durch das Museum macht. Wie viele Interessierte aus Klietz und Umgebung den Läuferhof bei Erntedank- und sonstigen Festen besuchten, sich den Kuchen aus dem Backofen schmecken ließen und an den Ständen erfreuten, die von emsigen Mitstreitern betreut wurden, das weiß keiner so ganz genau. Wie viel Arbeit darin steckt, wissen nur die, die sich mit engagierten.“

Und auf Platt: „Det gifft dreelei Lüüd bi de Arbeit: De en kiekt se an, de anner snackt daröver, un de drüdde pacht se an.“ Natürlich gehört Edith Läufer zu den Dritten. Deshalb wird ihr für das unermüdliche Engagement, ideelle und materielle historische Kostbarkeiten des dörflichen Lebens in Klietz zu pflegen und an Jüngere weiterzugeben, herzlich gedankt.