Elbe-Havel-Land l Die Beseitigung der Flutschäden vom Juni 2013 wurde in diesem Jahr abgeschlossen, berichtete Geschäftsführer Uwe Klemm auf der Zusammenkunft der Grabenschauer in Schönhausen: Etwa 124 000 Euro aus dem Flutschadensfonds investierte der Verband 2018 in Grundräumungen und Böschungsverbau.

Die Niederschläge hielten sich dieses Jahr sehr in Grenzen, wegen der Dürre war die geringe Ernte alsbald eingebracht und die Äcker konnten von den Grabenpflegern befahren werden. Sorgen bereiten Uwe Klemm die Biber vor allem im Ferchelser Bereich, das alte Niedermoorgebiet wird von Meister Bockerts Dämmen immer wieder unter Wasser gesetzt. Da hier auch noch eine Burg steht, ist es schwer, Genehmigungen für den Rückbau der Dämme zu bekommen.

Eigentümer ist zuständig

Früher konnte der Verband umgestürzte Bäume noch selber aus seinen Gräben entfernen – was oftmals erfolgte. Doch das ist nun verboten, dafür ist jetzt der Flächeneigentümer zuständig. Dieser muss nun mühselig ermittelt und angeschrieben werden. Das Problem: Nicht immer erfolgt die Beräumung fachgerecht, wird der Graben beschädigt.

Immer wieder zu tun haben es die Grabenunterhalter – dies erledigt die Firma Lati aus Havelberg – mit Koppelzäunen, welche zu dicht an der Böschung stehen. Die Pflege ist hier mit einem immensen Aufwand verbunden, schlegeln geht oft gar nicht. Es gab auf der Sitzung aber auch den Hinweis eines Landwirtes, dass man vorher rechtzeitig Bescheid sagen sollte.

Wer für die Höhe der Umlage an den Verband zuständig sei, wollte der Wuster Landwirt Wieland Reich wissen. Diese sei im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken, erklärte Uwe Klemm. Doch kommen noch die Gebühren der Verbandsgemeinde hinzu, welche jedes Jahr neu festgesetzt werden.

Geschaut wurden die Gräben in zwei Abschnitten, am Dienstag im Norden, am Donnerstag im Südbereich.