Hochwasserkatastrophe

Havelberger Soldaten verstärken Einsatzkräfte im Flutgebiet im Westen Deutschlands

Mit Brückenlegepanzer und anderem schweren Gerät starten Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg am Freitag zur Katastrophenhilfe in den Westen Deutschlands.

Von Andrea Schröder
Beim Hochwasser 2013 schlitzten Soldaten des Panzerpionierbataillons 803  Havelberg die Landesstraße zwischen Wulkau und Kamern, damit das Deichbruchwasser aus Fischbeck besser Richtung Havel abfließen konnte.
Beim Hochwasser 2013 schlitzten Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg die Landesstraße zwischen Wulkau und Kamern, damit das Deichbruchwasser aus Fischbeck besser Richtung Havel abfließen konnte. Archivfoto: Andrea Schröder

Havelberg - Gut 130 Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg starten am Freitag zur Katastrophenhilfe nach dem verheerenden Hochwasser im Westen Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden sie die bisherige Unterstützung durch Pionierkräfte verstärken, informiert Presseoffizier Hauptmann Stefan Gäde.

„Die Hochwasserkatastrophe stellt uns vor selten gekannte Herausforderungen und erfordert auch weiterhin den Einsatz von schwerem Gerät und Muskelkraft. Momentan ist nicht absehbar, wie lange die Hilfskräfte insgesamt noch benötigt werden. Unsere Soldaten werden mit schwerem Gerät, darunter Kipper, Brückenlegepanzer Biber und mehrere Pionierpanzer Dachs in Bad Neuenahr und Rheinbach im Einsatz sein.“ Zunächst geht das Bataillon von zwei Wochen aus, so Stefan Gäde.

Die Havelberger Pioniere sind einsatzerfahren – sowohl bei Hochwasserkatastrophen wie zum Beispiel im Juni 2013 als auch bei schweren Waldbränden wie der 2019 in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern.

Insgesamt sind rund 2000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gemeinsam mit den zivilen Hilfs- und Rettungsdiensten im Katastrophengebiet eingesetzt, informiert das Landeskommando Sachsen-Anhalt.