Wulkau l Die Spendenbereitschaft von Bürgern und Einrichtungen bei der jüngsten Aktion für die Ukraine-Hilfe war wieder außerordentlich groß. Doris Schneider, bei der in der Region rund um Havelberg alle Fäden für die Ukraine-Hilfe zusammen laufen, freut sich. „So viele Hilfsgüter hatten wir noch nie auf einen Schlag.“ Für den mittlerweile vierten Transport von Wulkau nach Bernau, wo die Anstaltskirchengemeinde Lobetal – als Hauptorganisator der Ukraine-Hilfe – ihren Sitz hat, mussten unter anderem 160 Kartons, sechs Mappen, zehn Koffer, drei elektrische Pflegebetten, zwei Betten mit Unterbetten zum Herausziehen und ein Herd verladen werden. Die beiden Kleintransporter des eigenen Dachdecker-Betriebes reichten für diese Menge nicht aus. Ein zusätzlicher Anhänger musste noch beschafft werden. „Diesen stellte uns freundlicherweise Willi Pfundt zur Verfügung, so dass letztlich wirklich alles nach Bernau gefahren werden konnte“, ist Doris Schneider für die Unterstützung sehr dankbar.

„Natürlich gilt das auch für alle, die Sachspenden zu uns brachten“, sagt sie und zählt Orte auf, aus denen Leute nach Wulkau kamen: unter anderen aus Kamern, Schönhausen, Kümmernitz, Havelberg, Sandau, Wulkau, Schönfeld und Klietz. Auch der DRK-Ortsverein Havelberg-Land, das Pflegeheim Julianenhof und die Havelberger Tafel fuhren mit in der Ukraine dringend benötigten Dingen vor; eine Havelberger Schule ebenfalls.

Mitglieder der Familie und noch einige Helfer mehr beteiligten sich am Verladen und am Transport, für den die Schneiders übrigens immer selbst die Kosten übernehmen. Neben Doris Schneider selbst waren ihr Ehemann Helmut und die Söhne André und Mirko sowie Brigitte Pusch, Uwe Frank und Marco Kemmerich mit großem Fleiß bei der Arbeit. Allein das Aufladen und das Sichern der Ladung auf Transporter und Hänger nahm mehrere Stunden in Anspruch.

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„In Bernau angekommen, haben wir dann in freudige Gesichter geblickt und ein großes Dankeschön für unser Engagement erhalten. Das ist ein schöner Lohn für unsere Arbeit für den guten Zweck“, freut sich Doris Schneider. Nur wenige Tage später gingen die Hilfsgüter von Bernau aus mit dem Lkw nach Kremenec in der Ukraine.