Die Geehrten

Wust-Fischbeck:

Klaus Wittmüß

Kamern:

Fred-Wilhelm Braunschweig

Schönhausen:

Dagmar Schulze und Otto Bachmann

Klietz:

Frank Ulrich, Dirk Hoffmann, Lutz Pesenecker und Joachim Steinborn

Sandau:

Peter Busse, Carmen Oelsner, Christian Lange und Silvio Wulfänger

Schollene:

René Bauz, Burghard Grigo, Wilfried Schöning und Anja Berg

Elbe-Havel-Land l Die Eingeladenen stehen natürlich nur stellvertretend für alle, die sich ins Gemeindeleben einbringen. Bürgermeisterin Steffi Friedebold hatte im Vorfeld die Bürgermeister gebeten, die Personen zu benennen, die sich vor allem durch die jahrelange Arbeit in den Gemeinderäten eingebracht haben und bei der Wahl im Mai zumeist auf eigenen Wunsch ausgeschieden sind. Auch andere Ehrenamtliche kamen dazu (siehe Info-Kasten). „Sie machen die Region lebenswert!“ richtete Steffi Friedebold am Mittwochabend im Schönhauser Bürgerzentrum herzliche Worte an die Anwesenden. „Sie lenken das Geschenen in Ihren Gemeinden mit, Ehrenamt ist der Kit, der die Gemeinden zusammenhält, sagte einst treffend der damalige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, WolfgangBöhmer.“ Die Auszeichnung könne die unzähligen Stunden, die die Ehrenamtlichen leisten, zwar nicht ausgleichen. „Aber wir wollen ein Zeichen setzen für die Wertschätzung der Mühe. Ehrenamt ist nicht nur ein Gewinn für die Gemeinschaft, sondern auch für den Menschen selbst.“

Wolfgang Gehrke aus Hohengöhren, Vorsitzender des Rates der Verbandsgemeinde und selbst in Vereinen und im Gemeinderat aktiv, sprach ebenfalls dankende Worte. Und: „Jeder kann überlegen, was er für die Gemeinschaft und somit auch für sich selbst tun kann.“ Seitens der Verbandsgemeinde bemühe man sich, dem ehrenamtlichen Bereich Feuerwehren so viel Geld wie möglich zukommen zu lassen, auch wenn das bei der Haushaltslage nicht einfach sei.

Fred-Wilhelm Braunschweig, 30 Jahre seit der Wende im ersten Havelberger Kreistag, im Schönfelder und dann im Kamernschen Rat aktiv mitgestaltend, tat seine Sorgen kund: „Vieles hat sich verändert. 1990 haben wir uns die Demokratie erkämpft. Aber inzwischen bekommen die Gemeinden immer mehr von oben übergestülpt und werden in ein Korsett gezwängt. In den 90-er jahren hatten wir Geld und Freiheiten, da habgen wauch mal unkonventionelle Entscheidungen getroffen: Wir sind losgefahren und haben ein Feuerwehrauto gekauft oder haben einen Betonweg befestigt und das Gerätehaus gebaut – ohne Plan und ohne Genehmigungen, das ging auch gut! Und es hat Spaß gemacht!“ Jetzt bleibe den Gemeinden keine Luft mehr zum Atmen. „Junge Leute zu motivieren, fällt schwer. Ehrenamt und Eigeninitiative müssen Spaß machen!

Abschließend, bevor sie ans Buffet lud, sagte Steffi Friedebold auch in der Hoffnung, dass alle weiterhin aktiv bleiben und natürlich gern weitere Engagierte gewonnen werden: „Wir können nicht auf sie verzichten!“

An dem Tag wurden auch die ersten Mitglieder der Wasserwehr berufen – dazu demnächst mehr.