Hohengöhren l Da traute Lothar Krause seinen Augen nicht! Zwei seiner Rotbuchen, gepflanzt vor sieben Jahren am Hohengöhrener Sportplatz, sind weg! Er hat sie gehegt und gepflegt, im Sommer sogar Wasser rangeschleppt, damit sie nicht vertrocknen. Nun sind nur noch der Draht, der vor Verbiss durch Rehwild schützen sollte, und das Plasterohr zum Schutz vor Mäusen da. „Das ist wirklich ärgerlich! Da müht man sich ab, dass auf der freien Fläche hier wieder Bäume wachsen, und dann das! Gerade Buchen brauchen so lange, bis sie groß sind.“

2011 hatte er aus einem Park an der Augenklinik Groß Pankow Bucheckern mitgebracht und in seinem Garten eingesetzt. Die 20 Jährlinge brachte er dann in der Umgebung aus – zwei am Sportplatz. Die bei Schönhausen sind im Flutwasser 2013 ersoffen, die dann nachgepflanzten Bäumchen von Mäusen abgefressen. Aber die am Sportplatz waren schon gut herangewachsen. Nun aber sind sie – fein säuberlich ausgebuddelt – weg. „Das muss ich erst einmal sacken lassen und dann sehen, ob ich neue setze. Traurig, dass die Mühe, die man sich macht, so ,belohnt‘ wird“, steht Lothar Krause verärgert am Sportplatz.

Die großen Linden, die hier wachsen, hatten er und weitere Schüler vor über 50 Jahren als Kinder mit Lehrer Brüggemann gepflanzt. Das war damals wohl prägend. Denn das Pflanzen von Bäumen ist die Passion von Lothar Krause. Die Nussbäume beispielsweise an einem Hohengöhrener Wegrand stammen auch von ihm und sind im Herbst den Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.