Garz l Auf der Jahreshauptversammlung, die auf den Garzer Havelhöfen stattfand, blickte Wehrleiter Lars Braunsdorf auf die wichtigsten Ereignisse zurück. Das größte davon war ein Jubiläum und datierte exakt auf den 15. Oktober 2018 – „an diesem Tag wurde unsere Feuerwehr in Garz 90 Jahre alt“, so der Wehrleiter. „Dazu haben wir am darauffolgenden Wochenende eine große Feier veranstaltet mit vielen Wehren der Einheitsgemeinde, mit Nachbarwehren und Freunden.“ Es fand ein Festumzug durchs Dorf statt, zu dem der Fanfarenzug aus Neustadt (Dosse) aufspielte „und viele zur Erheiterung gebracht hat mit seiner Musikauswahl“. Anschließend ging es auf den Sportplatz – zu Gaudispielen, Technikvorführungen, Einsatzübungen und vielem mehr. Abgerundet wurde das Ganze dann am Abend mit einem Feuerwehr- und Vereinsball.

Werbung für die Feuerwehr

„Ich denke, wer dieses Jubiläum zusammen mit uns gefeiert hat, hat genug Eindrücke von diesem Tag mitgenommen. Ich hoffe, dass diese schönen Traditionen auch in den nächsten Jahren in der Einheitsgemeinde fortgeführt werden. Denn sie sind für die Feuerwehren auch eine nicht unbedeutende Werbefläche nach außen“, machte der Garzer Wehrleiter in seinem Bericht deutlich.

Versprechen gehalten

Kreisbrandmeister Ringhardt Friedrich konnte an den Feierlichkeiten im Oktober in Garz aus terminlichen Gründen leider nicht teilnehmen und hatte deshalb versprochen, dass er an der Jahreshauptversammlung der Wehr 2019 als Gast teilnehmen werde. Dieses Versprechen hielt der Kreisbrandmeister. Seine Anwesenheit sorgte für Überraschung und Freude – die Wehrleitung hatte seine Teilnahme an der Versammlung vorher nicht publik gemacht. „Es ist wirklich erstaunlich, was in dem kleinen Dorf hier so alles abläuft“, kommentierte Ringhardt Friedrich in seinen Grußworten unter anderem. „So wenige Einwohner und so viele Aktivitäten, die das Leben in Garz attraktiv machen.“

Bilder

Sanierung zu 99 Prozent abgeschlossen

Mit Freude blicken die Garzer Feuerwehrleute jetzt auf ihr modernisiertes Gerätehaus. „Die Sanierung ist zu 99 Prozent abgeschlossen – ein großes Dankeschön dafür an alle helfenden Hände“, so Lars Braunsdorf. „Wir merken bei jedem Treffen im Gerätehaus, dass jede noch so kleine Verbesserung einen Mehrwert erzielt.“ Unter anderem sprach er in diesem Zusammenhang die Heizungsanlage und die verbesserten sanitären Bedingungen an. Damit sei nun auch die letzte Ortswehr in der Einheitsgemeinde Havelberg auf einem technisch guten Stand und verfüge über eine beheizte Fahrzeughalle, bekräftigte Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler.

Kommt Spritze 2020?

Ein großer Wunsch der Garzer Wehr bleibt aber noch offen: Sie benötigt eine neue Tragkraftspritze. Die TS stehe im Bedarfsplan für die Feuerwehren der Einheitsgemeinde, beantwortete Ulrich Ziegler eine entsprechende Anfrage und machte den Garzern Hoffnung auf das Jahr 2020.

Nitzow hat ausgeholfen

Eine Herausforderung für die Garzer war die Teilnahme am Nachtpokal in Hohengöhren am 15. September. Lars Braunsdorf: „Wir waren sichtlich beeindruckt von dem, was die Kameraden da auf die Beine gestellt haben. Es fand bei unseren Aktiven so viel Anklang, dass wir den Termin auch in diesem Jahr mit Sicherheit wahrnehmen werden. Wir liefen eine super Zeit und sicherten uns damit einen Platz in den vorderen Reihen. In dem Zusammenhang geht von uns noch einmal ein großes Dankeschön an die Feuerwehr Nitzow, zu der wir ein sehr gutes Verhältnis pflegen und die uns für den Nachtpokal ihre Tragkraftspritze zur Verfügung gestellt hat.“

Landesausscheid als großes Ziel

Sportlich erfolgreich waren die Garzer Feuerwehrmänner auch im Juni beim Löschangriff-Ausscheid der Einheitsgemeinde Havelberg. Hinter der Feuerwehr Nitzow wurde der 2. Platz erreicht. Für dieses Jahr wird ein noch höheres Ziel angestrebt. Der Garzer Wehrleiter formulierte es so: „Ich erhoffe mir, die Stange noch einmal hoch zu halten und mit den Kameraden eine sehr gute Leistung auf den Platz zu bringen – gerade auch, weil in diesem Jahr die Qualifikation für den Landesausscheid im September möglich ist.“

Neue Idee für Gaudiwettkampf

Zu einer Tradition entwickelt hat sich mittlerweile der von der Feuerwehr organisierte Gaudiwettkampf für Jedermann zum Garzer Sommerfest im Juli. Auch im vergangenen Jahr ist dieser wieder sehr gut angekommen. Für 2019 „habe ich mir noch eine neue Sache dazu überlegt“, kündigte Lars Braunsdorf an, verriet diese aber noch nicht. Es müsse erst geprüft werden, ob die Idee auch umsetzbar sei.

Unterstützung im Dorf

Jede Menge Aktivitäten stellten die Frauen und Männer der freiwilligen Feuerwehr auch für das dörfliche Leben auf die Beine. Zum Beispiel für den Auf- und Abbau des Maibaumes, für das Sommerfest, den Garzer Trödelmarkt, für das Kartoffelfest und den Weihnachtsmarkt. Außerdem wurde das Verbrennen der Weihnachtsbäume, das Feuer beim Fischessen, das Maifeuer und das Oktoberfeuer abgesichert.

Floßfahrt in Parey geplant

2019 soll zu all dem ein geselliger Höhepunkt für die Mitglieder der Wehr und die des Feuerwehrvereins dazu kommen. Denn seit Jahren besteht der Wunsch, einmal einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Dieser soll nun am Sonnabend, 1. Juni, stattfinden. Mit dem Bus geht es nach Parey/Elbe, wo es dann auf große Floßfahrt geht. 35 bis maximal 40 Frauen und Männer können daran teilnehmen. „Und wenn wir etwas früher losfahren nach Parey, dann könnten wir noch einen Halt in Jerichow einlegen und uns durch die Klosteranlage führen lassen“, schlug Lars Braunsdorf vor.