Kamern l Aktuell besteht die Einsatzabteilung der Kamernschen Wehr aus 31 Mitgliedern, darunter sieben Frauen, berichtete Ortswehrleiter Jürgen Brandt auf der Jahreshauptversammlung. Zwei neue Kameraden kamen im Vorjahr aus der Jugendwehr, es gab leider auch drei Austritte. Gut aufgestellt ist man in der Seegemeinde im Nachwuchsbereich, es existieren sowohl eine Jugend- als auch eine Kinderfeuerwehr.

Allerdings gibt es bei den Jüngsten ein Problem: Kinderwehrwart Florian Teller hat eine neue Arbeit aufgenommen und kann darum das Ehrenamt nicht mehr ausüben. Findet sich kein Nachfolger, müssten die Kinder entweder nach Schollene oder Sandau zur Ausbildung. Die Elbestadt wäre wohl die bessere Alternative, da sie näher liegt.

Personalkarussell dreht sich

Auch bei der Jugendwehr wird sich in Kürze das Personalkarussell drehen. Denn Jugendwart Benjamin Boyken als junger Vati möchte sich mehr seiner Familie widmen, für ihn gibt es mit Thomas Knebel aber schon einen Nachfolger. Doch muss dieser erst noch den nötigen Lehrgang absolvieren. Zusammen mit Johannes Ebel hilft er bereits seit einiger Zeit bei der Ausbildung des 14-köpfigen Nachwuchses.

Zu insgesamt sieben Einsätzen wurden die Kamernschen Aktiven in 2018 gerufen, war im Bericht des Wehrleiters zu erfahren. Insgesamt 64 Stunden kamen dabei zusammen. Zum Glück blieb man hier trotz der enormen Dürre von Waldbränden verschont. Bei der Ausbildung kamen weitere 360 Stunden zusammen, bei allgemeinen Tätigkeiten wie der Pflege der Außenanlagen, der Wartung der Technik oder des Gerätehauses wurden zudem 160 Stunden geleistet. Volkmar Böhm bezog zudem die alten Stühle, auch gab es neue von der Verbandsgemeinde.

Diverse Feste organisiert

Zusammen mit den Hedemietzen wurden der Weihnachtsbaum aufgestellt und Frauentagsfeier sowie Halloweenfest ausgerichtet. Der Maibaum wurde aufgestellt, diverse Traditionsfeuer, Kinosommer und der Hedemickenlauf abgesichert, auch beim Strandfest war die Wehr dabei. Das nächste Traditionsfeuer ist am 12. Januar, die alten Weihnachtsbäume werden am Kinozelt verbrannt.

Derzeit wird ein Flachspiegelbrunnen an der Einfahrt nach Gülden Camern gebohrt, ein weiterer kommt in Kürze hinzu. Beantragt sind zudem neue Brunnen an der Chausseestraße und in Rehberg.

Leider ist das Gerätehaus noch immer nicht ans Breitbandnetz angeschlossen. Die Verwaltung begründet dies mit dem Warten auf die Portierung der alten Telefonnummer – „aber diese kennt niemand, die Portierung ist also gar nicht nötig“, so der Wehrleiter. Auch ein Laptop fehlt der Wehr.

Gerätehaus soll dieses Jahr saniert werden

Dafür bekam sie ihr altes Einsatzfahrzeug zurück, es hatte zuletzt in Melkow gestanden. Doch wurde diese Wehr aufgelöst. Vielleicht kann das Fahrzeug nun erst mal nach Schönfeld, als Ersatz für deren defektes Einsatzfahrzeug.

In diesem Jahr feiert die Kamernsche Wehr ihren 85. Gründungstag, begangen werden soll das Jubiläum zum Strandfest am 6. Juli, kündigte Jürgen Brandt an. Auch soll das Gerätehaus saniert werden, es ist feucht und muss gemalert werden. Fraglich sei allerdings, ob das dafür veranschlagte Geld ausreiche.

Der Ausbildungsstand der Feuerwehrleute sei gut, informierte Jürgen Brandts Stellvertreter Volkmar Böhm. Zwei Truppmänner, vier Truppführer, ein Atemschutzträger und zwei Kettensägeführer wurden im Vorjahr ausgebildet. Zwei Kameraden absolvierten ein Fahrsicherheitstraining. Insgesamt hat die Wehr zehn Atemschutzträger, wovon aber vier noch zur ärztlichen Untersuchung müssen. Sehr zu wünschen übrig lässt allerdings die Teilnahme an der wöchentlichen Ausbildung im Gerätehaus – das muss sich unbedingt verbessern.

Über Einzelheiten zu den Einsätzen informierte Thomas Rehhahn. Im Mai wurde zu einem Waldbrandverdacht alarmiert, der sich zum Glück nicht bestätigte. Im Juni folgten drei Einsätze: ein Entstehungsbrand in einem Wulkauer Wohnhaus, der Brand einer Strohpresse bei Molkenberg und eine Baumsperre am Chausseeberg. Ein weiterer Baum war im Juli auf der Straße nach Hohenkamern zu beseitigen und es brannte auf dem Parkplatz an der Bundesstraße nahe Wulkau. Im August war ein Baum am Hunnenberg zu beseitigen.

Am 9. März folgt eine weitere Frauentagsfeier

Zur Jahresversammlung der Feuerwehr lädt traditionell auch deren Förderverein seine 64 Mitglieder ein. Vorsitzender Arno Brandt berichtete, dass im Vorjahr die Premiere der Frauentagsfeier, welche zusammen mit den Hedemietzen im Gemeindesaal ausgerichtet wurde, sehr gut ankam. Deshalb wird es am 9. März eine Neuauflage geben.

Weniger Erfolg hatte der Verein beim Osterfest, das schlechte Wetter verhagelte die Bilanz. Anders gestaltet werden soll der Feuerwehrball, womöglich wird er für alle Einwohner geöffnet. Der Förderverein unterstützte die Jugendwehr wieder beim Berufsfeuerwehrtag, auch bei der Halloweenparty war man mit dabei. Gut angekommen war die Busfahrt zum Weihnachtsmarkt nach Braunschweig, welche die Feier ersetzte.

Auch dieses Jahr wird wieder eine Schrottsammlung stattfinden. Zudem kann man die Container am Gemeindehof dazu nutzen, deren Erlös kommt ebenfalls dem Verein zugute.

Höhepunkt wird 2019 die Jubiläumsfeier der Wehr zum Strandfest, wozu man wieder eine Guggenmusikband engagieren möchte. Auch beim Kinosommer wird geholfen und das Aufstellen des Weihnachtsbaumes womöglich mit einer kleinen Feier verbunden.