Havelberg l Der Besuch des Stadt­oberhauptes hatte natürlich einen Anlass, wofür auch ein Blumenpräsent und eine Urkunde sprachen, die er mitgebracht hatte. „Wir wollen heute eine besondere Jubilarin ehren“, verriet er den Grund seines Besuches und bat die Kita-Leiterin Heidi Lähns zu sich. Am Dienstag stand sie als Erzieherin nämlich genau 40 Jahre lang im Dienst der Stadt Havelberg. Und zu diesem Dienstjubiläum erhielt sie nun Glückwünsche von allen Kolleginnen und Kollegen ihrer Einrichtung und natürlich auch von den Kindergruppen. „Hoch soll sie leben, dreimal hoch“, sangen alle zusammen in einem großen Chor und applaudierten kräftig dazu.

Gelungene Überraschung

„Daran habe ich nun wirklich nicht gedacht“, gestand die überraschte und zugleich erfreute Heidi Lähns, die seit 21 Jahren Leiterin der Kindereinrichtung ist.

Den Berufswunsch erfüllt

Es sei schon immer ihr Wunsch gewesen, mit Kindern zu arbeiten, berichtete sie im Gespräch. Und so ging sie gleich nach dem Ende ihrer Schulzeit für zwei Jahre zur Fachhochschule nach Schwerin, wo sie den Beruf der Kindergärtnerin erlernte. Als Absolventin dieser „habe ich zunächst in meinem Heimatkreis Hagenow als Kindergärtnerin gearbeitet“, ist zu erfahren – das Zuhause von Heidi Lähns war in Boizenburg.

Erster Einsatz in Havelberg im Hort

Doch die Liebe verschlug sie dann nach Havelberg. Und seit dem 29. März 1979 ist sie bei der Stadt Havelberg angestellt: zuerst für einige Monate als Erzieherin im städtischen Hort, dann – als dort eine Stelle frei wurde – in der Kinderkombination im Franz-Mehring-Viertel. Nach vielen Arbeitsjahren in dieser wechselte sie als Erzieherin in die Kita „Zwergenland“. „Vier Jahre war ich hier tätig, als mich die Stadt als mein Arbeitgeber als neue Leiterin zurück in die Kinderkombination ,Pusteblume‘ und ,Regenbogen‘ delegierte. Später wurden dann beide Einrichtungen zum ,Regenbogen‘ zusammengelegt“, erinnert sich die Jubilarin.

Jeder Tag ist ein Erlebnis

Von den bisher insgesamt 42 Jahren als Kindererzieherin bereut sie nicht eines. „Es ist ein so schöner Beruf für mich“, macht sie deutlich. „Ich gehe sehr gerne zur Arbeit. Es ist außerordentlich interessant. Man erlebt jeden Tag was anderes – was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was die Kinder und auch, was deren Eltern betrifft.“ Heidi Lähns kann sich gar keinen anderen Job mehr vorstellen.

Viele Ehemalige sind jetzt selbst Eltern

Und sie freut sich, dass mit Katja Jablonsky eine Erzieherin im „Regenbogen“ arbeitet, die sie schon als Kindergartenkind bei sich hatte. „Ich habe in meiner inzwischen 40-jährigen Tätigkeit in Havelberg sehr viele Kinder kennengelernt, die heute selbst Eltern sind und ihre Kinder im ,Regenbogen‘ gut aufgehoben wissen.“

Froh über Investitionen

Schöne Erlebnisse? „Jeden Tag mit den Kindern“, entgegnet sie. Aber was die Einrichtung selbst betrifft, benennt sie an allererster Stelle die umfassende Innenrenovierung in den Jahren von 1998 bis 2000. Damit habe sich vieles im Haus zum Positiven verändert.

Arbeiten im Außenbereich

Und auch das, was in der jüngeren Vergangenheit, was jetzt und was demnächst in den „Regenbogen“ investiert worden ist, erfreut nicht nur ihr Herz. Derzeit wird im Außenbereich unter anderem am Spielplatz fleißig gearbeitet. Für das nächste Jahr ist angekündigt worden, dass der Gehweg vor der Einrichtung endlich erneuert wird. Und abgeschlossen ist die Fassadensanierung – wodurch der „Regenbogen“ für den Betrachter wie neu aussieht.