Klietz l Die verheerende Flut an der Oder führte 1997 die beiden Kommunen zusammen: Die Klietzer hatten Geld für Flutopfer gesammelt, die Spende floss in die Grundschule im Czerwiensker Ortsteil Nietkow. Zu dieser Schule bestehen noch immer gute Beziehungen: Schulleiterin Beata Klos-Wygas ist bei den Ferienfreizeiten immer mit von der Partie.

Gelebtes Zeichen der Partnerschaft ist die jährliche Jugendbegegnung, welche im Wechsel in Polen und in Deutschland stattfindet. Eine Zeitlang hatten sich auch andere Partnerkommunen wie Parchim oder Haltern daran beteiligt, doch seit einigen Jahren ist man wieder nur zu zweit. Dieses Jahr war Klietz Gastgeber der einwöchigen Ferienfreizeit, übernachtet wurde im Schullandheim.

Aus Polen waren 13 Kinder mit zwei Betreuerinnen angereist, darunter die Dolmetscherin. Die acht Kinder aus der Gastgeberkommune wurden von Uta Freihorst und Gabi Steffens betreut. Finanziell unterstützt wurde die Freizeit vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Gemeinde Klietz. Der ehemalige Bürgermeister Jürgen Masch sowie Amtsinhaber Hermann Paschke spendierten Eis für alle.

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Langeweile kam nicht auf

Das Programm war sehr abwechslungsreich, für Langeweile blieb gar keine Zeit. Beim Besuch auf dem Museumshof erklärte Edith Läufer, wie man hier früher lebte, auch durften die Kinder bei einer lustigen Modenschau in Bekleidung aus Uromas Zeiten schlüpfen und schauten beim Seildrehen oder Spinnen zu. Mit Joachim Steinborn begab sich die Truppe auf Fledermauswanderung, einige der nächtlichen Flieger wurden mit den Detektoren auch gehört. In Havelberg besuchte man das Haus der Flüsse sowie das Erlebnisbad und in Rathenow den Optikpark. Ein Tagesausflug mit dem Bus führte als Höhepunkt des Programms in einen Dinosaurierpark bei Oranienburg.

Mit Uwe Lopatta wurde Knüppelkuchen am Lagerfeuer gebacken. Sehr interessant – und für manche auch recht nass – war der Abstecher zur Feuerwehr, wo jeder einmal das Strahlrohr bedienen durfte. Viel Spaß hatten die Kinder zudem beim feuchtfröhlichen Volleyballspiel mit Wasserbomben sowie auf der Wasserrutsche. Die deutschen und polnischen Kinder zeigten untereinander keine Berührungsängste, sie verständigten sich nicht nur über die Dolmetscherin, sondern auch mit Händen und Füßen.