Sandau l Die leer stehende, alte Kaufhalle haben die Kameraden der Sandauer Feuerwehr für eine Übung genutzt. Personensuche und Brandbekämpfung in einem unbekannten Gebäude sollten trainiert werden. Auch Kameraden aus Wulkau waren dabei, denn im Ernstfall rücken beide Wehren gemeinsam aus.

Nullsicht für Einsatzkräfte

Es wurde eine Wasserversorgung vom Brunnen am Rathaus aufgebaut, drei Atemschutztrupps gebildet und dann zum Einsatz vorgegangen. Um Nullsicht herzustellen, hatte der Ausbildungsleiter die Sichtscheiben der Masken mit einer Plastiktüte verklebt, so dass nur noch schemenhaft Umrisse wahrgenommen werden konnten – ähnlich den Bedingungen in einem verrauchten Gebäude. Zwei Personen waren vermisst. Nachdem der Angriffstrupp die erste Person gerettet hatte, wurde der bereitstehende Sicherheitstrupp eingewiesen und konnte die Suche nach der zweiten vermissten Person erfolgreich fortsetzen. Ein dritter Trupp bildete den Sicherheitstrupp – und wurde auch gebraucht. „Mayday, Mayday, Mayday! Kamerad bewusstlos“, schallte es aus den Funkgeräten. Sofort setzte sich der Sicherheitstrupp in Bewegung und „rettete“ den Kameraden.

Gelungene Ausbildung

Das Zusammenspiel klappte gut, auch wenn es Kleinigkeiten gibt, die verbessert werden können, informiert Pressewart Martin Oelsner. Dafür war der Ausbildungsabend sehr gut geeignet. Die Wehr dankt der Stadt, dass sie die Räumlichkeit nutzen durfte.

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