Havelberg l Die Möbelwerkstätten haben die Auszeichnung seit dem Jahr 2003 alle zwei Jahre verteidigt, diese somit bereits zum neunten Mal erhalten. Hinzugekommen ist nun das Umweltsiegel für die Kiebitzberg GmbH & Co. KG.

Prozess des Umdenkens

Was steckt dahinter? „Umweltgerecht zu arbeiten, ist nicht einfach. Und es ist teuer. Es ist ein Prozess des Umdenkens – alle Mitarbeiter der Kiebitzberg-Gruppe sind in diesen einbezogen. Die Ziele können nur erreicht werden, wenn jeder an seinem Arbeitsplatz voll und ganz hinter diesen steht“, stellt Geschäftsführer Andreas Lewerken klar. Was leistet das Unternehmen für den Schutz der Umwelt?

Eigene Stromversorgung

Ein Faktor ist die komplette Umstellung der Heizungsanlage. „Vom Verbrennen von Heizöl haben wir uns endgültig verabschiedet“, berichtet der Chef. Alles, was aus der Fertigung an Holzabfällen zurück geführt werde, diene jetzt dem Heizzweck. Das Holz wird geschreddert/gehackt, brikettiert und dann dem Kreislauf der neuen Heizanlage zugeführt. „Wir sind auch dabei, weitere Energie einzusparen, weshalb zum Beispiel derzeit nach und nach eine Umrüstung sämtlicher Leuchtmittel, innen und außen, auf LED erfolgt“, ist zu erfahren. Auf einer Geländefläche von über 10 000 Qua­dratmetern stelle das schon eine Herausforderung dar. Logistisch als auch finanziell. „Wir planen weiterhin“, so Andreas Lewerken, „mittels Sonnenenergie für die Zukunft eine eigene Stromversorgung für das Unternehmen aufzubauen“. Im Zusammenhang mit Strom gibt es auch eine sehr gute Nachricht für Autofahrer aus Havelberg und Umgebung, die Wert auf eine umweltfreundliche Fortbewegung legen. „Noch in diesem Jahr, voraussichtlich im Sommer oder im Herbst, wird am ArtHotel am Schmokenberg eine öffentliche E-Tankstelle (Ladestation) gebaut werden und in Betrieb gehen“, kündigt Andreas Lewerken an. Das Unternehmen ist damit dann Vorreiter in der Region. Denn bisher gibt es im Umkreis so gut wie keine Möglichkeiten, die Batterien eines Fahrzeuges mit Elektroantrieb an einer Ladestation aufzuladen.

Austausch von Dieselfahrzeugen

Apropos Autos. Auch alle Dieselfahrzeuge – Transporter und Pkw – die das Kiebitzberg-Unternehmen zu laufen hat und die unter der Euro 6-Norm liegen, werden nach und nach ausgetauscht. Die meisten Fahrzeuge der betriebseigenen Flotte sind von diesem Austausch betroffen. Darunter auch das Dienstfahrzeug des Geschäftsführers.

Kurze Transportwege

Zudem wird angestrebt, Transportwege so kurz wie möglich zu halten oder gänzlich einzusparen. „Wir schneiden jetzt alle Materialien, die wir benötigen, selbst zu, davon nichts mehr hin und her gefahren werden muss.“

Solarenergie statt Treibstoff

Nicht zuletzt wird nun auch verstärkt beim Schiffbau auf die Umwelt gesetzt. Die ersten elektroangetriebenen Wasserfahrzeuge sind auf der Werft produziert worden - mit Solarenergie statt mit Dieselmotor.