Elbe-Havel-Land l „Das ist ein großes Geschenk an unser Dorf! Kommen Sie mit Kind und Kegel!" Diese Einladung spricht der Schönhauser Pfarrer Ralf Euker immer wieder gern aus. Dazu kann er jetzt auch einen Flyer überreichen, der eine Übersicht über das Festgelände zwischen Pfarrgarten und Park bietet und das umfassende Programm unter dem Motto „Frieden geht“ am 9. und 10. Juni wiedergibt.

Er enthält auch zwei Grußworte. Superintendent Michael Kleemann heißt in Schönhausen willkommen und stimmt ein: „So bunt wie das Leben selbst wird unser Programm sein. Überzeugen Sie sich selbst. „Frieden geht“ – ein Kirchentags-Motto von zeitloser Aktualität, aber auch sperrig und mehrdeutig. Ja, „Frieden geht“ immer, für Christen allemal! Die Bibel liest sich wie ein Werbekatalog für friedliche „Lösungsmittel“. Kein Konflikt, keine noch so verquere Lebenssituation wird ausgespart. Andererseits war das Säbelrasseln in der Welt nach der Zeit des Kalten Krieges nie mehr so laut wie heute. Wir leben in der Sorge, dass „Frieden geht“, dass er sich verabschiedet und dem Krieg Platz macht. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Fragen dazu mitzubringen. Auch auf Ihre Antworten sind wir gespannt und gemeinsam neugierig auf gute Impulse. Kirchentage schenken Zeit zum Singen und Spielen, zum Reden und Hören, zum Beten und Staunen. Erleben Sie Gemeinschaft unter Christen in Gottesdiensten und Gesprächsforen, in Bibelarbeiten, bei Konzerten und auf dem Markt der Möglichkeiten.“

Dieser Markt der Möglichkeiten am 10. Juni ab 11 Uhr auch den hiesigen Vereinen ein gute Gelegenheit, sich vorzustellen und Angebote zu unterbreiten.

Start mit Musicalprojekt

Im Grußwort von Pfarrer Euker heißt es: „Wir freuen uns, in diesem Frühsommer Ihre Gastgeber sein zu dürfen! Sich in diesem Jahr in Schönhausen über den Frieden Gedanken zu machen, ist besonders sinnfällig: Am 1. April 1815 wurde hier der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck geboren. Kriege, derer drei, waren ein Bestandteil seines politischen Kalküls. Aus Frankreich stammende Kanonen erinnern uns am Rand des Barockparks an einen dieser Feldzüge, während in der Kirche mit dem Friedensaltar der Toten der Kriege seit 1806 gedacht wird. Genau 100 Jahre ist es im Jahr des 10. Altmärkischen-Ökumenischen Kirchentags her, dass 1918 der grausame 1. Weltkrieg zu Ende ging. Seit einigen Jahren begegnen wir nun schließlich auch in unseren Gemeinden und Dörfern wieder Menschen, die auf der Suche nach Frieden zu uns kommen ...“

Der Kirchentag beginnt am späten Nachmittag des 9. Juni mit einem Musicalprojekt und einem Konzert auf der großen Bühne. Am 10. Juni gibt es Vorträge, Konzerte, Podiumsdiskussion, Artistik und Jonglage sowie einen Abschlussgottesdienst mit Bischof Gerhard Feige.