Wust l Zum einen, weil die Kita zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Im Haus präsentierten die „Wichtel“ den Besuchern stolz alle Räumlichkeiten, führten Experimente vor, machten mit ihrem Waldprojekt bekannt und vieles mehr.

Mit Förderung nun verwirklicht

Die Feierei hatte aber noch einen zweiten und viel schöneren Grund: Der Sinnesgarten für das „Wichtelhaus“ wurde eingeweiht. Vor gut zwei Jahren startete dieses Kita-Projekt in Wust, „dankenswerter Weise mit einer finanziellen Förderung durch das Sozialamt des Landkreises Stendal“, berichtet Sabine Stimming, die Leiterin der Tagesstätte. „Die Fertigstellung hat sich etwas hingezogen, weil noch ein Zaun um das Areal gezogen und auch Wasserleitungen verlegt werden mussten.“ Sabine Stimming lobt den Fleiß der Gemeindearbeiter und von Gemeinde-Hausmeister Stefan Brandt bei der Verwirklichung des Sinnesgartens. Sie stellten alle Gerätschaften auf, kümmerten sich um die Rasenfläche und erledigten die Pflasterarbeiten. Die Gemeindearbeiter der Verbandsgemeinde zogen den Zaun.

Arbeitseinsatz der Eltern

Die Kita-Leiterin will aber auch die fleißigen Eltern nicht ungenannt lassen, die bei einem Arbeitseinsatz im Vorjahr gute Vorarbeit geleistet hatten.

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Kein öffentlicher Bereich

Freudig nahmen die „Wichtel“ am Mittwoch Trampolin, Hängematte, Kinderküche, verschiedene Spiel- und Sportmaterialien und natürlich die Sinnesmodule für Hören, Sehen, Tasten und Fühlen im Sinnesgarten in Besitz. Alles musste verständlicherweise gleich ausprobiert werden. Auch mit Vati und Mutti, mit Opa und Oma. „Zur Eröffnung heute ist das wirklich nur eine Ausnahme, ansonsten ist der Bereich des Sinnesgartens ausschließlich für unsere Einrichtung gedacht und keine öffentliche Anlage. Zum Spielen kann der Spielplatz genutzt werden.“

"Sinnesgarten ist spitze"

„Das ist eine Kita, die mir wirklich sehr gefällt“, kommentierte die Schollenerin Sabine Fringel, die mit ihrer Enkelin Hanna (3) zum Tag der offenen Tür gekommen war. „Der Sinnesgarten ist einfach spitze, da ist an alles zur Förderung der Kinder gedacht worden. Sie können hier ihre sensomotorischen, körperlichen und kreativen Fertigkeiten weiter entwickeln.“ Es gibt Vorstellungen, den Bereich noch weiter zu komplettieren: mit Tastpfad, Hochbeeten, einer Werkbank und Naschecke zum Beispiel.

Nächstes Projekt steht an

Am Mittwoch wurden die Gäste aber auch um Spenden gebeten. Und auch ein Kuchenbasar und eine Tombola dienten dem Zweck, Geld für ein weiteres Projekt in der Kita in die Kasse zu bekommen. „Es ist für den Einbau einer zweiten Spielebene in unserem Krippenbereich gedacht“, so Sabine Stimming. „Damit unsere Jüngsten noch mehr über die Bewegung lernen.“

Zweijähriger zieht Glückslos

Die Tombola lockte übrigens vor allem wegen ihrer Hauptgewinne viele Kinder und Gäste an. Das waren siebenmal zwei Eintrittskarten für den Hansapark an der Ostsee – gespendet von der Gemeinde. Als Erster zog der zweieinhalbjährige Emil Blunck ein solches Glückslos, was bei ihm und natürlich auch bei seinen Eltern für große Freude sorgte.