Kamern/Havelberg l Im Saal des Havelberger Gasthauses Mühlenholz war sie allgegenwärtig, denn hier hatten sich die Schulabgänger von einst getroffen. Bemerkungen, wie etwa: „Du hast dich gar nicht verändert“, „Ich glaube, du wirst immer hübscher“, „Lange nicht gesehen, wie geht es dir?“ und viele andere mehr waren zu hören. Aber mit dem Hören war das so eine Sache, denn es war laut geworden, da ja nach einer so langen Zeit jeder etwas zu erzählen hatte.

Auch ehemalige Lehrer dabei

„Ich freue mich sehr da­rüber, dass so viele ehemalige Klassenkameraden heute gekommen sind. Unsere damalige Lehrerin Ingeborg Peters und der Lehrer Roland Herms, der ja jetzt Sekundarschulkonrektor ist, sind auch mit dabei“, strahlte Organisator Steve Silcher.

Alle zusammengetrommelt

Der Kuhlhausener hatte es nicht schwer, seine einstigen Mitschüler, die aus dem gesamten Quappenwinkel kamen, zusammenzutrommeln, denn: „Wenn ich irgendwo anrief, bekam ich auch gleich eine Anschrift oder Telefonnummer vom Nächsten. Einige der ehemaligen Schüler wohnen noch in ihren Heimatorten, aber ein Teil ist auch aus Hamburg, Berlin, Bremen, Ludwigsfelde, Verden und anderen Orten angereist“, so Steve Silcher. Ein Schüler, der jetzt in Innsbruck lebt, hatte, wegen der Wetterlage, absagen müssen.

Viel zu erzählen

Dass das Klassentreffen erst nach so einer langen Zeit stattfand, bedauerten viele der Ehemaligen, denn sie hätten sich zwischendurch gerne einmal wiedergesehen. Ein kleines Klassentreffen gab es wohl irgendwann einmal, aber das war nicht das Richtige. Jetzt standen die gutgelaunten Schüler von damals zusammen und ließen nicht nur die Schulzeit, sondern auch ihren Start ins Leben Revue passieren. Familie, beruflicher Werdegang, Erfolge und auch negative Ereignisse kamen zur Sprache.

Nächster Treff in fünf Jahren

Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde weiter geplaudert, Bilder wurden umhergezeigt und die Stimmung war ausgezeichnet. „Wir wollen jetzt natürlich nicht wieder über 20 Jahre warten, bis wir uns das nächste Mal treffen. Angedacht ist ein Klassentreffen in fünf Jahren“, blickte Steve Silcher voraus. Der gemütliche Abend klang erst in den frühen Morgenstunden aus und wird allen sehr lange in Erinnerung bleiben.