Klietz l Gemeinde und die Elternkuratorien von Kindergarten und Schule wollen eine sichere Zukunft für die Küche vor Ort. Die hygienischen Mängel, wegen welcher der Landkreis die Küche unlängst geschlossen hatte, sind behoben. Seit Mitte der Woche sind zwei alte Tische gegen neue aus Edelstahl ersetzt. „Nach und nach wollen wir entsprechend unserer finanziellen Möglichkeiten die Küche modernisieren“, sagt Bürgermeister Hermann Paschke. Die Gemeinde ist Eigentümer, hat die Küche an Achim Kupries verpachtet. Er kocht für den Kindergarten, die Schule und das Schullandheim. Dass auch bauliche umfangreiche Modernisierungen nötig wären, ist der Gemeinde bewusst, mehrfach war in den Haushalten der vergangenen Jahre Geld eingeplant gewesen, das dann aber anderweitig gebraucht wurde. „Jetzt bringen wir die Gerätschaften erst einmal nach und nach auf den neuesten Stand. Das vereinfacht dann auch die Arbeit für Achim Kupries.“ Seit 1972, als die Küche im damals neu gebauten Schulgebäude eingerichtet wurde, gab es hier keine umfangreichen Bauarbeiten mehr. Dass sie unumgänglich sind, weiß auch Hermann Paschke. Doch die in Konsolidierung befindliche Gemeinde Klietz hat kaum finanziellen Spielraum, „vielleicht gibt es ja auch irgendwelche Fördermittel“.

Schüler zurückgewinnen

Zunächst erst einmal soll die Schulküche wieder einen stabilen Stamm an Speisenden erhalten. Während Kindergarten und Schullandheim entsprechend der Belegung das Essen geliefert bekommen, entscheiden Schüler und Lehrer selbst, ob sie zu Mittag essen. Nur rund 25 Personen nutzen das Angebot. „Wir wollen, dass die Eltern das Vertrauen zurückerlangen“, sagt Dirk Hahn vom Elternkuratorium der Schule. Der Schollener ist gelernter Koch und schätzt das Essen als gut und kindgerecht ein. „Sicher kann man noch ein wenig feilen, aber das Budget ist schließlich auch beschränkt. Zu Wochenbeginn hatten er, die Kita-Kuratoriumsvorsitzende Janet Lorenz, die Schulsozialarbeiterin Jacqueline Stempin, die Schulleiterin Christine Kapl, Kita-Leiterin Ines Da­niel, der Bürgermeister und der Koch erstmals gemeinsam an einem Tisch gesessen. „Ein gutes Gespräch!“ schätzt Dirk Hahn ein. „Der Koch soll wissen, dass wir hinter ihm stehen.“ Denn eines dürfe nicht passieren: Dass das Essen von außerhalb geliefert wird. „Wir brauchen eine Küche hier vor Ort, ohne lange Lieferwege.“

Senioren können zum Mittagessen kommen

Nicht nur Schüler sollen wieder für das Mittagessen gewonnen werden, sondern auch zusätzliche Esser. „Die Klietzer Senioren beispielsweise könnten hier essen oder sich ihre Portionen abholen. In anderen Gemeinden wie beispielsweise in Wust wird das auch so gehandhabt – warum nicht auch hier!“ Erwachsene, die das Schulessen probieren wollen, können sich zur Mittagszeit einfach im Speiseraum im Kellergeschoss des Schul­traktes bei Achim Kupries melden.

Neben den zwei neuen Edelstahltischen gibt es nun auch einen vorausschauenden Essenplan.

In drei Wochen wollen sich Elternvertreter und Gemeinde wieder mit Achim Kupries zusammensetzen und weitere Schritte beraten, die Schulküche attraktiver zu machen.