1940 Euro fließen aufs Spendenkonto

Klietzer kochen Erbsensuppe für die Flutopfer

Der Förderverein der Klietzer Feuerwehr hat mit dem Verkauf von Erbsensuppe zugunsten der Flutopfer 1940 Euro eingenommen. Das Spendenkonto wächst auf 6270 Euro.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt 01.08.2021, 11:29
11 Uhr. Noch ist die Gulaschkanone voll. Hier befüllt Wolfgang Westfeld den Topf von Sabine Lüdtke mit Erbsensuppe, die den Klietzern so gut schmeckt.
11 Uhr. Noch ist die Gulaschkanone voll. Hier befüllt Wolfgang Westfeld den Topf von Sabine Lüdtke mit Erbsensuppe, die den Klietzern so gut schmeckt. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

Klietz - Mit der Aktion haben die Köche des Fördervereins genau den Geschmacksnerv der Klietzer getroffen! Leckeres Essen und dabei auch noch Gutes tun. Schon um 11.17 Uhr kratzte Wolfgang Westfeld die letzten Reste aus der Gulaschkanone, die mit rund 200 Portionen bis an den Rand gefüllt gewesen ist. Viele, die sich auf die Suppe gefreut hatten, mussten mit leeren Töpfen wieder gehen. „Wir hatten ja gehofft, dass wir alles loswerden. Aber dass es so schnell geht...“ überwältigte den Vereinsvorsitzenden Jan Seidel, der sich zusammen mit den Vereinskameraden auf zwei Verkaufsstunden von 11 bis 13 Uhr eingestellt hatte. Deshalb wurde auch schnell der Entschluss gefasst: Wir kochen nächste Woche noch einmal!

1700 Euro hat die Erbsensuppe eingebracht. Denn viele gaben großzügig mehr, als verlangt wurde. Schließlich wusste jeder, dass mit dem Geld Gutes getan wird. Der Förderverein hat vor zwei Wochen ein Spendenkonto eingerichtet. Und zwar für die Feuerwehr in Arloff-Kispernich. Das Gerätehaus ist stark beschädigt und fast jeder Kamerad privat betroffen.

Schön über 6000 Euro gesammelt

Jan Seidel steht in Kontakt mit der Feuerwehr. Abgesprochen ist, dass die Klietzer die Spenden im Oktober vor Ort übergeben. Und es werden eine Menge Spenden sein. Schon jetzt ist das Konto zusammen mit den 1940 Euro aus dem Suppenverkauf auf 6270 Euro angewachsen. „Ich bin überwältigt. Jedes Mal, wenn ich auf den Kontoauszug sehe, kann ich es kaum glauben. Es sind Spenden von Klietzern, Menschen aus dem Elbe-Havel-Land und auch dank unserer Werbung via Facebook und Instagram auch aus ganz Deutschland, die gern geben, um zu helfen.“ Bis Ende August hat man noch Gelegenheit dazu.

Die beiden Köche Wolfgang Westfeld und Uwe Brendel sind gern bereit, erneut die Kochlöffel zu schwingen. Sie haben auch beste Hilfe. Am Freitagnachmittag beim Schnippeln aller Zutaten und dann auch Samstagfrüh beim Kochen haben Gundi Seidel, Anita und Andreas Westfeld, Susi Dehne, Rita Treskow, Renè Brendel und Katrin Lehmkühler geholfen. „Das hat richtig Spaß gemacht!“ sagt Uwe Brendel. Denn das Beisammensein, das in Corona-Zeiten kaum möglich war, fehlt den Vereinsmitgliedern. Die Koch- und Verkaufsaktion war auch nur mit einem umfassenden Hygienekonzept und der Einhaltung strenger Corona-Regeln gestattet worden.

„Die Mühe hat sich allemal gelohnt!“ sagt Jan Seidel, als Samstagmittag das Geld gezählt wurde. Und er ist zuversichtlich, dass kommenden Sonnabend die Gulaschkanone wieder bis auf die letzte Erbse ausgekratzt wird.