Havelberg l Nach einem zweiten Dürrejahr steht jetzt die kalte Jahreszeit vor der Tür. Zum Glück gab es in der Havelberger Region keine größeren Wald- oder Vegetationsbrände. Das Einsatzspektrum der Wehren wird sich wieder für ein halbes Jahr verschieben: Witterungsbedingte Verkehrsunfälle, Schadensereignisse aus Kälte und Frost und die beginnende Heizperiode.

Deshalb wurde jetzt in den Havelberger Ortsfeuerwehren wie jedes Jahr nach dem Rechten geschaut. Eine Gruppe von sechs Führungskräften, begleitet durch die Verwaltung, verschaffte sich kürzlich in den Ortschaften einen Überblick vom baulich-technischen Zustand der Wehren. Dazu zählte die Inspektion der Löschwasserentnahmestellen, Einsatzfahrzeuge, Schutzausrüstung, Einsatztechnik sowie der Gerätehäuser.

Alles wird kontrolliert

Die Zugführer Lars Braunsdorf aus Garz und Christian Schaper aus Nitzow kontrollierten anhand einer Checkliste stichprobenartig vom Frostschutz im Kühlmittel der Einsatzfahrzeuge über die wasserführenden Armaturen bis hin zum Streumittelvorrat im Gerätehaus. Verbandsführer Robert Schulz, der Beauftragte für Atemschutz in der Einheitsgemeinde, überprüfte sämtliche Atemschutztechnik. Einen Blick auf die persönliche Schutzausrüstung warf der Havelberger Ortswehrleiter David Koch. Als Spezialist für die Arbeit in absturzgefährdeten Bereichen oblag ihm zudem die Kontrolle der Arbeits- und Rettungsleinen.

Als Funkbeauftragter prüfte der stellvertretende Stadtwehrleiter Marvin Schmidt die Funkgeräte. Er bereitete bei der Gelegenheit zugleich die von der Verwaltung geplante Beschaffung neuer Funkgeräte vor.

Bedarf wurde ermittelt

Stadtwehrleiter Martin Schröder dokumentierte derweil den Dienstbetrieb in den Ortswehren. In diesem Jahr standen die Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst, die Unterlagen zu den Löschwasserbrunnen und die Bedarfsermittlung für den Haushalt 2020 auf dem Plan.

Als Vertreter der Verwaltung war der hauptamtliche Gerätewart Toralf Henning vertreten. Er prüfte die Einhaltung der Prüffristen und koordinierte die anstehenden Prüftermine.

Jede Ortsfeuerwehr hat ihre Besonderheiten. So konnte man in Vehlgast den alten Barkas B 1000 bestaunen und verabschiedete sich in Nitzow inoffiziell vom alten LO-Löschfahrzeug.

Einig war man sich darüber, dass die Warnauer Aktiven um Tobias Gratzke und Ingo Harmuth eine mustergültige Ordnung im Gerätehaus als auch bei der Dokumentation ihrer Arbeit pflegen.

Zur Haushaltsplanung für 2020 sind jetzt nötige Investitionen anzumelden, um diese dann umsetzen zu können.