Havelberg l Nicht jeder hat das Glück, Weihnachten bei seinen Liebsten zu Hause zu verbringen. Manch einer musste die Festtage im Krankenhaus verbringen. An diejenigen wird im Havelberger KMG Klinikum mit einer kleinen Aufmerksamkeit gedacht. In diesem Jahr war es die neue Pflegedienstleiterin Sabrina Seidel, die den 18 Patienten am Vormittag des Heiligen Abends eine kleine Freude bereitete. Unterstützt wurde sie dabei von den beiden Schwestern Andrea Wolter und Rica Freitag.

So freute sich zum Beispiel Günter Wasgien, als die drei Weihnachtsengel in sein Zimmer schauten. Der Havelberger war traurig, die Weihnachtszeit im Krankenhaus verbringen zu müssen. Konnte er dadurch doch nicht seine Frau im Seniorenheim besuchen. Normalerweise ist er fast täglich bei ihr. Doch bereitete es ihm Freude, dass seine Kinder und Enkel ihn im Krankenhaus besuchten.

Glück hatte dagegen Kathrin Teresiak aus Stendal. Sie durfte Heiligabend ihre Tasche packen und die Festtage zu Hause in Stendal verbringen. „Ich wurde am Donnerstag eingeliefert und am Freitag operiert. Ich freue mich, dass ich heute gleich wieder nach Hause darf“, sagte sie.

Speisen zu Heiligabend

Die beiden Stationen Chirurgie und Innere wurden über die Festtage zusammengelegt. Damit es die Patienten ein bisschen weihnachtlich haben, wurde das Essen unter anderem mit Frikassee zu Heiligabend angepasst.

Für Andrea Wolter und Rica Freitag ist es normal, an Feiertagen zu arbeiten. Vor 35 Jahren haben sie ihre Ausbildung am Havelberger Krankenhaus begonnen und sind der Einrichtung seither treu geblieben. „Inzwischen gehören wir mit zur ältesten Generation hier.“ Wer feiertags arbeitet, hat dafür in der Woche mal frei. „Da schafft man viel mehr und letztendlich ist alles eine Gewohnheitssache.“ Zu Weihnachten ist der Dienst dann doch manchmal spezieller als an anderen Tagen. „Da ist man auch als Seelsorger gefragt“, weiß Rica Freitag, dass manche Patienten damit Probleme haben, nicht zu Hause sein zu können.

Sabrina Seidel ist seit 1. November Pflegedienstleiterin. Die Havelbergerin hat sich gleich wohl gefühlt. „Hier geht es familiär zu. Wichtig ist doch, dass man miteinander reden und Probleme ansprechen kann“, freuen sich die beiden Schwestern über ihre neue Chefin.