Garz l Daran beteiligen sich seit Dienstag auch die Havelhöfe in Garz. „Wenn es gewünscht wird, dann stehe ich Inte­ressenten auch für Führungen über die Havelhöfe bereit und erkläre, was hier gartentechnisch zu sehen ist“, sagt „Havelspinner“ Rainer Wittenburg. Er ist einer der Mitarbeiter auf den Havelhöfen, die sich Gedanken über das Kunstthema der Gartensommer-Aktion gemacht haben. Was seine Person betrifft, ist das vor allem die Vorführung alten Handwerks. Denn dieses kann man heutzutage durchaus als Handwerkskunst bezeichnen. Am Dienstag waren es das Stäbchenweben und das Spinnen mit Spinnrädern, wozu auch die beiden Klietzer Spinnerinnen Christa Wagner und Elke Joachim nach Garz gekommen waren. Am Mittwoch kam hier gleich die ganze Klietzer Spinngruppe zusammen, „am Donnerstag zeigt dann die Rathenower Spinngruppe hier ihr Können“, kündigt Rainer Wittenburg an. Übrigens immer in der Zeit von 13 bis 18 Uhr.

Malerei mit vielen Techniken

Für einen Kunstgenuss ganz anderer Art sorgen Mitglieder des Malkurses der Kreisvolkshochschule, die hier ihre Arbeiten ausstellen. Es sind Bilder von Horst Schock, Helga Gießmann, Sonja Paulus und Sabine Jahnke. Ungefähr einhundert an der Zahl, die sich über zwei Räume verteilen. „Es sind Ölbilder, Federzeichnungen, Aquarelle, Pastelle und andere Techniken, mit denen wir uns in den Volkshochschulkursen beschäftigen“, informiert Horst Schock. Mit mehr Bildern hatte auch schon eine Ausstellung im Havelberger Rathaus für Interesse gesorgt. „Wir sind bis zum 13. Juni täglich von 13 bis 18 Uhr auf den Havelhöfen, um unsere Ausstellung zu zeigen und Erläuterungen dazu zu geben“, so Horst Schock. Und dann noch einmal vom 18. bis zum 20. Juni, jeweils zur gleichen Zeit. Übrigens sind die ausgestellten Arbeiten auch verkäuflich.

Wofür alte Bücher noch gut sind

Ein Extra-Kunstangebot haben sich die Havelhöfe-Mitarbeiterinnen Karina Betker und Bärbel Garz einfallen lassen. Auffällig dabei ist eine ganz besondere Art von Dekoration aus alten Büchern, die nicht mehr gebraucht werden. „Die Mädels der Havelhöfe möchten Ihnen zeigen, was man aus alten Büchern zaubern kann. Diese schönen dekorativen Sachen können Sie für eine kleine Spende gern ihr eigen nennen“, ist auf einem Erläuterungs-Schildchen zu lesen.

Außerdem hat Karina Betker gleich eine ganze Ausstellung von Gehäkeltem, Gestricktem, Genähtem und Gebasteltem, für Kinder wie für Erwachsene, zusammengetragen. Alles ist von ihr selbst angefertigt worden. Und auch all das ist jeweils für eine kleine Spende zu haben. „Wir wollen damit unseren Klingelbeutel etwas auffüllen“, verrät Karina Betker und meint damit eine Sparbüchse für alle Angestellten der Havelhöfe. „Denn einmal im Jahr belohnen wir uns für unsere Arbeit hier mit einer Abschlussfahrt. So soll es auch 2020 wieder sein.“