Havelberg l „Das ist die Nachfolgerin, die ich mir wünsche“, hatte ihre Vorgängerin Kerstin Meinschien bei ihrem Abschied zum Ende des Schuljahres 2018/2019 gesagt. Denn Kathrin Klara kennt sich „Am Weinberg“ allerbestens aus – seit 1999 ist sie hier Fachlehrerin für Mathematik, Chemie und Hauswirtschaft. Und seit Mittwoch, genau gesagt seit Mittwoch um 13.05 Uhr – so steht es in der Urkunde vom Landesschulamt, die ihr das offiziell bescheinigt –, ist Kathrin Klara nun die Schulleiterin der Havelberger Sekundarschule.

Start mit Optimismus und Zuversicht

„Ich übernehme hier kein leichtes Amt“, sagt die 51-Jährige im Volksstimme-Gespräch, „aber ich habe es schließlich ja auch so gewollt. Ansonsten hätte ich mich nicht um die Stelle beworben. Und ich starte in meine Aufgabe mit Optimismus und Zuversicht, die mir vor allem meine langjährigen Kolleginnen und Kollegen an der Schule geben, auf deren Hilfe und Unterstützung ich immer bauen kann.“ Außerdem sei sie bisher ganz ordentlich in ihre Leitungstätigkeit eingearbeitet worden: vom bis zum Mittwoch amtierenden Schulleiter Ulrich Gruber, jetzt wieder stellvertretender Schulleiter, und ihrer Vorgängerin Kerstin Meinschien, die jetzt Schulleiterin in Tangerhütte ist. Aber auch Schulsekretärin Gerlinde Mikosch steht, soweit sie kann, immer mit Rat und Tat zur Seite.

Lehrerberuf liegt in der Familie

Kathrin Klara ist in ihrem bisherigen beruflichen Leben nichts anderes als Lehrerin gewesen. In Legde aufgewachsen, absolvierte sie am Gymnasium in Wittenberge 1986 das Abitur, unmittelbar danach begann sie an der Pädagogischen Hochschule Halle ein Studium im Lehramt, das sie 1991 erfolgreich beendete. „Es war schon in früher Kindheit mein Wunsch, Lehrerin zu werden“, erzählt sie. „Dieser Beruf liegt in meiner Familie im Blut. Fast alle sind Lehrerinnen oder Lehrer gewesen oder sind es noch, auch entferntere Verwandte. Mir wurde das, wie man so sagt, in die Wiege gelegt. Und ich bereue es nicht. Lehrerin zu sein, bereitet mir Freude.“

Schon 20 Jahre in Havelberg

Über die Stationen Kamern (von 1991 bis 1993 als Lehramts-Anwärterin), Haldensleben (1993/1994 – ihr erstes Dienstjahr als Lehrerin für Mathematik und Chemie) und Seehausen (von 1994 bis 1999 an der dortigen Sekundarschule) landete Kathrin Klara 1999 schließlich an der Havelberger Sekundarschule. 20 Jahre lang ist sie hier nun schon tätig.

Prignitz bleibt ihre Heimat

Und obwohl ihre Arbeitsstellen bisher immer in Sachsen-Anhalt lagen beziehungsweise noch liegen, „bin ich immer Prignitzerin geblieben“. Heute wohnt sie mit ihrem Mann in Bullendorf (bei Groß Pankow). „Die halbe Stunde Autofahrt nach Havelberg kann ich gut verkraften.“

Klassenleiter-Stelle abgegeben

Der Wechsel in die Schulleiterstelle hat es mit sich gebracht, dass sie sich als Klassenlehrerin von den Schülern der jetzigen Klasse 10a, die sie von der 5. Klasse an begleitet hatte, zum Schuljahresbeginn verabschieden musste. Die Mädchen und Jungen der Klasse sind jetzt bei Rico Kowalkowski in guten Händen. „Aber Unterricht gebe ich in der 10a natürlich noch. Ganz sind sie mich noch nicht los“, sagt die neue Schulleiterin schmunzelnd.

Freiarbeitsraum wird eingerichtet

Was sie sich für die nächste Zeit vorgenommen hat? „Ganz obenan steht für mich, das weiterzuführen, was Kerstin Meinschien hier in über 20 Jahren in mühevoller Arbeit aufgebaut hat. Und dieses Werk möchte ich noch etwas weiter bauen. Mein erstes Ziel ist es, durch die Umgestaltung der Bibliothek einen Freiarbeitsraum zu schaffen, in dem sich alle Klassen abwechselnd schulischen Aufgaben widmen können.“

Viel Papierkram zu erledigen

Ansonsten ist die Schulleiter-Tätigkeit auch mit einer Menge Papierkram und Terminen verbunden. „Um nur einiges zu nennen: Das Schulprogramm muss wieder aktualisiert und die Verteidigung des Zertifikates MINT-Schule vorbereitet werden.“