Havelberg l Nun ist der Förderbescheid aus dem Leader-Programm endlich eingetroffen.Als Rückkehrer nach Sachsen-Anhalt hatten sich Barbara und Florian Hallmann entschieden, in Havelberg sesshaft zu werden. Sie kauften das schon längere Zeit leerstehende Sonnenhaus auf dem Kirchplatz, das einst das Pfarrhaus der Stadtkirche war. Drei Jahre ist es her, dass sie die Idee entwickelten, das fast 300 Jahre alte Gebäude nicht nur für sich, sondern auch für Gästezimmer auszubauen. 2016 bereiteten sie den Antrag auf Fördergelder in Höhe von 42 000 Euro aus dem Leader-Programm vor – sie schafften es mit dem Projekt auf Platz eins der Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Elbe-Havel-Winkel“.

Bürokratische Hürden

Doch dann war Warten angesagt. Und nicht nur das. Die eingereichten Kostenvoranschläge mussten 2017 erneuert werden. „Die bürokratischen Hürden sind extrem“, sagt Barbara Hallmann. „Zum Glück hat Florian die Kompetenz, das alles abzuwickeln“, ist sie froh, einen Architekten an ihrer Seite zu haben. Die Bearbeiter im Landesverwaltungsamt haben im Laufe der Zeit mehrfach gewechselt. „Die EU-Förderung ist eine tolle Sache und die LAG auch. Am Bindeglied zwischen beiden hakt es. Natürlich freuen wir uns, dass wir jetzt die Bewilligung bekommen haben. Doch das Ende des Marathons ist noch nicht erreicht. Das Geld müssen wir vorfinanzieren, wir bekommen es erst, wenn die Baumaßnahme fertig ist.“

Fertigstellung der Gästezimmer

Der Ausbau von vier Gästezimmern mit Bädern und die beiden Treppen zur separaten Erschließung der Zimmer sollen mit dem Geld finanziert werden. Da ihnen ein vorzeitiger Maßnahmebeginn bewilligt wurde, haben Hallmanns, die seit Sommer dieses Jahres mit ihren drei Kindern im Haus wohnen, schon Eigenleistungen erbracht. Im nächsten Jahr wollen sie ihre ersten Gäste begrüßen. „Der Fokus liegt jetzt auf der Fertigstellung der Gästezimmer.“