Schönhausen l Eine super Zeit von 20,85 Sekunden hatten die Hohengöhrener Männer im ersten Lauf auf dem Schönhauser Sportplatz hingelegt – das war nicht mehr zu toppen. Weil der Ortsteil auch das einzige Frauenteam stellte, konnte man am Ende gleich zwei Siege feiern. Eigentlich wollten auch die Garzer ein Frauenteam stellen, doch hatte sich eine Kameradin vorab verletzt, so dass Ortswehrleiter Lars Braunsdorf einspringen musste. Damit konnte man nur als gemischtes Team antreten.

Wie schon in den Vorjahren hatten auch die Wehren aus Havelberg am Ausscheid teilgenommen, bei nur vier Mannschaften lohnt ein eigener Wettkampf nicht. Erwartungsgemäß lieferten sich Garz und Nitzow wieder ein Duell, diesmal waren mit 24,22 Sekunden die Nitzower die klaren Sieger.

Als erste an den Start gingen die Nachwuchsmannschaften, die sieben Teams kamen allesamt aus der Verbandsgemeinde. Je nach Altersdurchschnitt gab es Zeitzuschläge – je älter, um so mehr. Der Vorjahressieger Schönhausen konnte seinen Erfolg wiederholen, die beiden Kamernschen Teams folgten auf den Plätzen.

Bilder

Pech für die Fischbecker

Pech hatten die Fischbecker im ersten Lauf, die Saugleitung war nicht richtig gekuppelt. Bei den Schollenern fiel der Saugschlauch von der Pumpe, ein Starter musste deshalb das ganze Stück wieder zurücklaufen. Pech hatten auch die Frauen aus Hohengöhren bei ihrem ersten Lauf, die Pumpe versagte anfangs ihren Dienst.

Auch die Schollener Männer hatten Probleme mit ihrer Pumpe – doch war dies an dem Tag ihr kleineres Ärgernis. Weit übler war, dass einer der vom Team genutzten C-Schläuche nur knapp zehn Meter lang war – vorgeschrieben sind laut Regelwerk aber mindestens 14 Meter. Eine Disqualifizierung war somit unumgänglich.

Ein Lauf der Garzer blieb ohne Wertung: Bei Dennis Riebschläger hatte sich der Schlauch hinterm Strahlrohr beim Laufen im Shirt verdreht – dadurch kam kein Wasser mehr hindurch und der Kanister konnte nicht vom Podest gespritzt werden. Der Patzer blieb zum Glück ohne gesundheitliche Folgen.

Einsatz für Schönhausen

Unmittelbar nach ihrem Lauf mussten die Schönhauser Aktiven erneut sprinten – und zwar zum Einsatzfahrzeug. Gegenüber vom Verwaltungsamt brannte auf einem Hof eine Hecke, hier hatte jemand mit einem Gasbrenner gewerkelt.

Wie beim Buga-Ausscheid vor drei Jahren in Havelberg herrschte auch in diesem Jahr eine tropische Hitze von teils über 30 Grad Celsius. Deshalb wurden die kühlen Wasserbecken vor allem von der Jugend nach dem Wettkampf rege für Erfrischungen genutzt. Der Förderverein der Gastgeber versorgte mit Getränken und aus der Feldküche, die Erbsensuppe hatten Remo Tessmar und Karin Grothe zubereitet.

Am Rande geschah auch Kameradschaftliches: Die Hohengöhrener borgten den Fischbeckern eine flexible Sauglänge. Erstere erinnerten mit ihrem Sieg an alte Zeiten – unter Wehrleiter Klaus Pumptow hatten die Hohengöhrener so manchen Sieg eingefahren.