Kamern l Wie bereits in den letzten Jahren hatten sich auch dieses Mal die Wehren aus der Einheitsgemeinde Havelberg mit am Ausscheid in Kamern beteiligt – mit den gestarteten vier Teams aus den Wehren Garz und Nitzow würde ein eigener Wettkampf auch nicht mehr lohnen. Der Nitzower Nachwuchs und die Garzer Frauen starteten konkurrenzlos und waren somit von vornherein für den Kreisausscheid in Lüderitz gesetzt. Die Männer hingegen schenkten sich wie gewohnt nichts, mit 24,27 Sekunden war Nitzow nur eine knappe Zehntelsekunde schneller als die Garzer.

Konkurrenzlos starteten auch die Frauen aus Kamern, sie dürfen ebenfalls am 10. Juni nach Lüderitz fahren. Dass solch Wettkampf nicht ohne Risiken ist, bewies ein böser Unfall bei den Garzerinnen: Beim Lauf hatte sich ein Schlauch verknotet, die Starterin wollte diesen lösen – da kam das Wasser. Im knüppelharten Schlauch wurde der Garzerin ein Finger gebrochen. Probleme mit verhedderten Schläuchen gab es allerdings auch bei anderen, bei einem Schönhauser wurde sogar die Hose im Schlauch eingeklemmt.

Strafsekunden für hohes Alter

Fünf Jugendmannschaften waren aus dem Elbe-Havel-Land gestartet, hier hatten am Ende die Schönhauser die Nase vorn. Bei der Bewertung wird hierbei übrigens auch das Alter der Starter hinzugezogen, je höher das Team über dem Durchschnitt liegt, um so mehr Strafsekunden gibt es als Aufschlag. So erhielt Schönhausen drei und Klietz als Zweitplatzierter fünf Strafsekunden.

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Die Platzierungen errechnete wie seit vielen Jahren wieder Petra Hagen aus Garz, ihr zur Seite saß Ute Rehhahn von den Gastgebern. Pro Bahn gibt es drei Zeitnehmer, wovon die mittlere Zeit gewertet wird. Die Stoppuhr wird gedrückt, wenn der letzte der beiden Kanister auf dem Boden landet.

Bei den Männermannschaften aus der Verbandsgemeinde war nach etlichen Jahren Pause wieder ein Team aus Hohengöhren dabei – der Ort hatte in früheren Zeiten viele Erfolge beim Feuerwehrsport eingefahren gehabt. Doch gab es in Kamern bei beiden Läufen Probleme beim Kuppeln der Saugschläuche, so dass am Ende nur der letzte Platz blieb.

Auch Kameradschaft war zu erleben: Die Fischbecker hatten einen Fehlstart, was die Schönfelder auf der anderen Bahn erst spät bemerkten, ihre Schläuche waren schon ausgerollt. Fischbecker und weitere Aktive halfen beim Einrollen.

Der zweite Lauf verlief für die Klietzer optimal, mit der erzielten Zeit von 23,83 Sekunden waren sie uneinholbar. Mit nach Lüderitz darf auch der Zweitplatzierte Kamern. Diese Fahrkarte hatten sich die rührigen Gastgeber auch wahrlich verdient. Nicht nur das Umfeld war optimal sondern auch das Wetter.