Havelberg l  Daran beteiligte sich auch der Elbhavelland-Verein, der auf der 18-Bahnen-Anlage des Campingplatzes auf der Spülinsel in Havelberg trainiert. Der Clou an diesem Tag: man brauchte keinen Cent bezahlen, konnte aber einen Pokal gewinnen.

Zudem gab es beim „Family Event“ noch einen Schmankerl: hatte man alle 18 Bahnen absolviert, durfte man auf zwei Bahnen nochmals spielen – um beispielsweise sein Ergebnis dort zu verbessern. Nebenbei konnte man auch noch das Minigolf-Leistungsabzeichen erwerben, informierte Abteilungsleiter Andreas Kunstmann. Diese Prüfung legten vier Teilnehmer ab, sie schafften alle die Gold-Stufe.

Wertung in drei Kategorien

Insgesamt hatten sich an dem Tag 21 Starter an dem Breitensport-Event beteiligt, gewertet wurde in den Kategorien Damen, Herren und Schüler. Am Ende wurden alle Schläge addiert, anschließend waren noch fünf Fragen zum Regelwerk zu beantworten. So sollte man wissen, dass man pro Bahn maximal sechs Schläge hat, kann man bis dahin nicht einlochen, wird eine „Sieben“ notiert. Oder was die Abkürzung MOS bedeutet: nämlich Minigolf Open Sport.

Für jede richtige Antwort wurde noch ein Punkt abgezogen. Denn beim Minigolf wird wie beim Rommé gezählt – je geringer die Zahl, um so besser. Der Sieger, ein Besucher aus Gatow, kam letztendlich auf 33 Schläge. Er und seine Frau, welche bei den Damen siegte, fahren kommendes Jahr zu Pfingsten zum Deutschland-Ausscheid nach Künzell nahe dem osthessischen Fulda.

Nur ein Havelberger dabei

Andreas Kunstmann vom gastgebenden Elbhavelland-Verein zählte alle Ergebnisse zusammen und notierte diese. Aktuell hat der Verein zwölf Mitglieder, geleitet wird er von Sebastian Held, dem Betreiber des Campingplatzes. Er ist übrigens der einzige Havelberger im Verein, weitere Mitglieder sind stets willkommen.

Beim Minigolf sind vor allem Konzentration und Präzision gefragt, man kann es mit der ganzen Familie spielen. Eine Anlage darf maximal 18 Bahnen besitzen, zugelassen sind 27 verschiedene Varianten von Bahnen.

Wer den Sport intensiv betreibt, benötigt neben diversen Schlägern auch dutzende verschiedene Bälle. Diese unterscheiden sich nach Größe, Härtegrad, Sprunghöhe und Gewicht, es gibt glatte und rauhe. Jede Bahn benötigt einen anderen Ball, war am Rande zu erfahren. Auch die Temperatur ist wichtig bei der Auswahl, so mancher Spieler wärmt seinen Ball in der Tasche vor – was am Sonntag aber nicht nötig war.

Der nächste sportliche Höhepunkt auf der Havelberger Minigolfanlage ist am 23. September, zum Wettbewerb um den Biber-Pokal werden wieder etliche Minigolf-Vereine in der Domstadt erwartet.