Havelberg l Schon vor einigen Jahren hatte die Stadtverwaltung Fördergelder für den Ausbau des Mühlenweges in Havelberg beantragt, um diese wichtige Verbindungsstraße von der Neustädter Straße zum Birkenweg in einen ordentlichen Zustand bringen zu können. Besonders bei Regenwetter stehen dort riesige Pfützen, die Pflasterung weist etliche Dellen auf. Aus dem sogenannten Entflechtungsgesetz stellt der Landkreis Gelder zur Verfügung. Die Planung wurde erarbeitet und dem Bau- und Wirtschaftsausschuss auf seiner Sitzung vorgestellt.

Von der Breite her soll die Straße so bleiben, wie sie ist. Das sind 5,50 bis 6,10 Meter. Es ist ein grundhafter Ausbau geplant, mit dem auch die Entwässerung der Straße geregelt werden soll, erklärte Bauamtsmitarbeiterin Ines Birkholz auf der Ausschusssitzung. Die Borde sollen erhalten bleiben, Gehweg und Bäume möglichst nicht angefasst werden.

Vorgesehen ist ein Bitumenbelag. In Absprache mit dem Trinkwasser- und Abwasserzweckverband und den Stadtwerken sollen der Wasser- und der Mischwasserkanal und das Mittelspannungskabel erneuert werden. Ob auch gleich ein Glasfaserkabel mit in die Erde kommt, wollte Ausschussmitglied Stefan Skibbe wissen. „Es führt kein Weg rein, das zu koordinieren. Das haben wir zum Beispiel in Kuhlhausen gesehen“, sagte Ines Birkholz.

Anwohner werden beteiligt

Zu den Kosten berichtete Bauamtsleiterin und Kämmerin Petra Jonschkowski, dass nach jetziger Planung für den Straßenbau 256.000 Euro anfallen – das genaue Ergebnis steht nach der Submission fest. Davon müssten sich die Anwohner laut Straßenausbaubeitragssatzung mit 60.000 Euro beteiligen. Fördergelder in Höhe von 80 Prozent fließen nur für den städtischen Anteil der Kosten. Die Verwaltung rechnet mit einem Eigenanteil von gut 40.000 Euro für die Hansestadt.

Nach jetziger Kostenschätzung liegt der Quadratmeterpreis bei 4,30 Euro für die Beitragspflichtigen. Im Bereich der neugebauten Häuser werden nur diejenigen Grundstücke mit herangezogen, die direkt durch den Mühlenweg erschlossen sind, weil das Wohngebiet eine eigene Erschließungsstraße hat.

Geplant ist außerdem, eine der beiden Bushaltestellen im Mühlenweg über ein gesondertes Förderprogramm barrierefrei zu gestalten. Über dieses Programm sind auch Gelder für die Bushaltestellen am Wasserturm und in der Uferstraße beantragt.

Die Mitglieder des Bauausschusses gaben grünes Licht für diese Baumaßnahme, sehen sie doch dadurch eine wesentliche Verbesserung für das Wohngebiet. Vor allem im hinteren Bereich Richtung Birkenweg ist der Zustand der Straße schlecht. Mit dem grundhaften Ausbau verbessert sich auch die Situation im Kreuzungsbereich des Baugebietes Mühlenweg, das auf der gegenüberliegenden Seite weiteren Platz für Eigenheime bietet, schätzte Ausschussmitglied Wolfgang Schürmann ein.

Für die Stadtratssitzung im Juni soll nun eine Beschlussvorlage vorbereitet werden. Die Anwohner werden schriftlich über die Pläne informiert, damit sie wissen, was auf sie zukommt.