Drei Orte, drei Maler, drei Temperamente

„Lebenswelten – Bilderwelten – drei Orte, drei Maler, drei Temperamente“ ist der Titel der Ausstellung, die am Sonnabend, 13. April, um 15 Uhr im Prignitz-Museum am Dom Havelberg eröffnet wird. Die Künstler Harald Böhm, Anton Friedt und Günter Rudolf Kokott kennen sich aus einer Städtepartnerschaft zwischen Berlin Kreuzberg, Ingelheim am Rhein und dem Landkreis Bergstraße. Als Gemeinschaftsprojekt konzipierten sie eine Kunstausstellung, die drei Orte, drei Maler und drei Temperamente vorstellt.

Einer der Künstler, Anton Friedt, hat zehn Jahre seiner Kindheit in Havelberg verbracht. Kunstunterricht hatte er beim Maler und Museumsleiter Kurt Henschel. Er wurde später selbst Kunsterzieher in seiner neuen Heimat am Rhein. Nach dem Fall der Mauer traf er seinen Lehrer in Havelberg wieder und zeigte 1992 mit ihm in der Ausstellung „Zwei Maler sehen ihre Stadt“ erstmals seine Bilder in Havelberg.

Das Museum des Landkreises Stendal präsentiert die Kunstausstellung vom 13. April bis 10. Juni im historischen Schlafsaal des einstigen Domklosters im Prignitz-Museum am Dom in Havelberg. Geöffnet ist sie außer montags täglich von 10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr.

Havelberg l Mit der Sonderausstellung „Heimat im Krieg 1914/18“  ist das Prignitz-Museum Havelberg gut in das neue Jahr gestartet. Viele Besucher werden auch zu den weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen 2019 erwartet. Rückblickend auf 2018 zieht Antje Reichel eine positive Bilanz.Froh sind die Museumsleiterin und die Mitarbeiter, dass nach dem Ende der Bauarbeiten im Februar 2018 die Räumlichkeiten des Prignitz-Museums wieder vollständig genutzt werden können und dass für die Museumspädagogik ein neuer Unterrichts- und Vortragsraum mit Sitzplätzen, Beamer, Leinwand, PC und Aufbewahrungsschränken für pädagogisches Arbeitsmaterial geschaffen wurde.

Die Dauerausstellungen zur Dom-, Siedlungs- und Stadtgeschichte können wieder auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern gezeigt werden. Noch befindet sich die Dombaugeschichte im Westflügel – so lange, bis die erhofften Fördergelder für die Neugestaltung der Siedlungsgeschichte fließen. Die Beleuchtung des Westflügels wurde mit LED-Strahlern neu installiert. Der Empfangsbereich des Museums erhielt eine neue Garderobe mit Schließfächern und einer Sitzgruppe.

Wieder mehr Besucher

Von diesen Neuerungen haben sich 2018 insgesamt 7445 Besucher überzeugen können. Deren Zahl ist gegenüber den Vorjahren – 2016 kamen 5375 Besucher, 2017 4602 – wieder angestiegen. Die Gründe dafür sind der Abschluss der Bauarbeiten und die Rückverlegung des Museumseingangs in den Westflügel sowie der Umstand, dass die Museologinnen wieder Sonderausstellungen und museumspädagogische Programme anbieten konnte. Allerdings konnten die Besucherzahlen aus den Jahren vor der Buga noch nicht wieder erreicht werden – sie lagen zwischen 8000 und 11.000 Besuchern.

Beliebt sind die Führungen. 140 fanden im vergangenen Jahr statt. Davon waren 69 Führungen mit Schülern aus Schulen des Elbe-Havel-Winkels, der südlichen Prignitz und aus Berlin, berichtet Museumsleiterin Antje Reichel. Weiterhin gab es 71 Führungen für Touristengruppen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Das Prignitz-Museum bietet museumspädagogische Programme sowie Führungen durch den Dom und die historische Altstadt an. Besonders stark waren Domführungen für Touristengruppen gebucht, Schülergruppen hingegen nutzten zumeist die Angebote direkt im Museum.

Vier Sonderausstellungen wurden gezeigt. Begonnen wurde im März mit der „Ziegeleigeschichte der Mark Brandenburg im 19. Jahrhundert“, die bis Mai 1932 Besucher anlockte. Die Ausstellung der Künstlerinnengruppe „Alba Blau“ aus Wittenberg von Juni bis August wurde von 2133 Gästen besucht und die Kunstausstellung „Die Wege des Eisens“ zählte in drei Monaten 2010 Besucher. Die letzte Sonderausstellung 2018 „Heimat im Krieg 1914/18 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt“ wurde am 1. Dezember eröffnet und hatte bis zum Ende am 31. März 1903 Besucher.

An vier Tagen lud das Museum zum kostenlosen Besuch ein. Das nutzten 1281 überwiegend einheimische Gäste. Zu Museumstag, Domfest und Tag des offenen Denkmals gab es Vorträge und Angebote für Kinder. Die literarische Matinee mit „Rose & Georgi“ im Rahmen des Altmärkischen Musikfestes war im Oktober ein weiterer gelungener Höhepunkt.

Tagung zum Domkapitel

Für dieses Jahr sind weitere drei Sonderausstellungen geplant. An diesem Sonnabend, 13. April, wird um 15 Uhr die Schau „Lebenswelten – Bilderwelten – drei Orte, drei Maler, drei Temperamente“ eröffnet. Am 15. Juni wird die Ausstellung „Reduktion und Linie“ mit Werken des gebürtigen Havelberger Künstlers Klaus Thiede eröffnet, die Zeichnungen und Plastiken zeigt. Werke des international bekannten Naturmalers Eugen Kisselmann werden unter dem Titel „Inspiration Natur“ ab 5. Oktober präsentiert.

Freuen dürfen sich Freunde des Museums wieder auf Veranstaltungen zu Museumstag, Domfest und Tag des offenen Denkmals. Für den 21. September ist eine Tagung „200 Jahre Auflösung des Havelberger Domkapitels“ geplant. Ein Familienkonzert findet am 18. August statt. Zum Jahresende lädt das Museum traditionell am zweiten Weihnachtsfeiertag zum Familientag mit freiem Eintritt ein.