Jederitz l Ortsbürgermeister Lothar Pietzschmann freute sich über die vielen Gäste beim Neujahrsempfang im Gemeindehaus. „Mit ihrer Teilnahme bekunden Sie Ihre Verbundenheit mit unserem Ort und seinen Menschen.“ Er hieß sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Ortschaftsrates willkommen. Zu den Gästen gehörten neben Vertretern von Vereinen und von der Feuerwehr Gewerbetreibende sowie Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski und die Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses Doreen Müller, die in Jederitz zu Hause ist.

Zwar ist Jederitz mit 130 Einwohnern inzwischen die kleinste Ortschaft der Einheitsgemeinde. Doch das mindert nicht die Aktivitäten, wie der Ortsbürgermeister in seiner Rede mit Beispielen belegte. Zunächst blickte er auf das Baugeschehen im Haveldorf zurück. „Baulicher Höhepunkt war der Bau der neuen Dorfstraße, die im September fertiggestellt wurde. Das war eine logistische Herausforderung, die jeden von uns betraf“, erinnerte Lothar Pietzschmann unter anderem an Abstellflächen für Pkw, die gefunden werden mussten. Denn die Anwohner konnten ihre Grundstücke nicht mehr erreichen.

„Es mussten Wege angelegt werden, auf denen auch die Oma mit dem Rollator langsteuern konnte, wenn das Bäckerauto am Hängerplatz klingelte. Dort wurden auch Sitzgelegenheiten aufgestellt, wo man auf Bäcker und Fleischer wartete. Man ging schon etwas eher los, um mit anderen zu plaudern. Aber das macht ja das Dorfleben aus. Schön war es auch mit anzusehen, wie die Bürger die Bauarbeiter mit Getränken, Kaffee und Kuchen verwöhnt haben. So war die Skepsis zu dieser Baumaßnahme schnell verflogen. Unser Dorf ist durch die Straße wieder ein Stück schöner geworden und der Geräuschpegel beim Befahren hat sich um ein Vielfaches minimiert.“

Dankeschön

Die Telekom hat im vergangenen Jahr ebenfalls Bauarbeiten in Jederitz vorgenommen. So mancher ist jetzt froh, endlich schnelles Internet nutzen zu können. Etliche Haushalte haben die neuen Verträge schon abgeschlossen. Am Sportplatz wurden die Kastenlinden eingepflanzt, die die Hansestadt anlässlich der Buga aus Koblenz erhalten hatte. „Es ist schön anzusehen, wie die Bäume die Straße säumen“, so der Ortsbürgermeister. Neu gepflastert wurde der Eingang zur Trauerhalle. „Durch den zeitweise zur Verfügung gestellten Gemeindearbeiter Rolf Reindwand wurde das Dorf in einen blitzeblanken Zustand gebracht, so dass wir keinen Arbeitseinsatz starten mussten“, lobte er. In seinem Rückblick berichtete Lothar Pietzschmann außerdem von den Bemühungen, junge Leute mit ins Boot zu holen. Bei dem einen oder anderen Projekt waren sie schon mit dabei. „Wir sind auch einen guten Schritt bei der Zusammenarbeit mit der Kirche und der Friedhofsverwaltung vorangekommen. Der Friedhof und die Kirche gehören zusammen und die Dorfgemeinschaft wird sich aktiv an der Gestaltung beteiligen.“

Noch keinen Erfolg gab es in Sachen Tempobegrenzung am Ortseingang. Der Ortsbürgermeister kündigte an, dass er sich als Bürger an das Innenministerium wenden will – in der Hoffnung, endlich eine Erklärung zu bekommen, die er nachvollziehen kann.

Ein Dankeschön ging an alle engagierten Bürger, an Sponsoren, an die Stadtverwaltung und den Bauhof. Verschiedene Veranstaltungen haben zum guten Miteinander im Dorf beigetragen. „Die Größe eines Dorfes hat nichts damit zu tun, wie aktiv eine Ortschaft ist“, sagte Bürgermeister Bernd Poloski. Er berichtete, dass für dieses Jahr vorgesehen ist, die Brücke am alten Schöpfwerk zu bauen. Ebenfalls eine Maßnahme aus dem Programm zur Hochwasserschadensbeseitigung – so wie die neue Dorfstraße auch.

Gemeinsam wurden die Sektgläser erhoben, um auf weiterhin gutes Gelingen im Haveldorf anzustoßen. Dann ließen sich die Gäste die leckeren Speisen vom Buffet schmecken, für die traditionell die Ortschaftsräte und ihre Ehepartner gesorgt hatte. Fehlen durfte dabei nicht der Jederitzer Bürgermeister-Kartoffelsalat von Lothar Pietzschmann.