Kamern l  Petra Güldenpfennig ist Klubbetreuerin in Kamern, die Jugendeinrichtung aber seit einiger Zeit geschlossen. Schutzmasken sind derzeit ein rares Gut, ihr Mann ist Risikopatient – da lag es nahe, Familie und Bekannte vorsichtshalber mit solchen Masken zu versorgen. Im Jugendklub stehen drei Nähmaschinen, denn hier wurden auch schon Kurse abgehalten. Eine davon rattert seit kurzem. Bänder werden zugeschnitten und gebügelt, Wickeldraht auf Länge gebracht und das Mundschutztuch in Falten gelegt. Dieses wird dann eingefasst und oben mit dem Draht versehen. Probleme hatte auch sie mit dem Gummiband – eine Bekannte brachte Nachschub und bekam dafür eine Maske. Das Einfassband geht nun auch langsam zur Neige. Den Stoffzuschnitt erledigt Tochter Kerstin zu Hause, Enkelsohn Ole-Eyrik bringt dann alles zu ihr. Es ist Leinen, die Maske kann also sogar gekocht werden.