Havelberg l Was bleibt, so wie in jedem Jahr, ist der Müll auf den Festplätzen. „In diesem Jahr sieht es so aus, als hätten wir weniger Müll auf dem Kleinhandelsplatz. Auf dem Pferdehandelsplatz liegt zwar auch viel Müll, aber dafür haben die Pferdehändler das Heu sauber zusammengeharkt und mitgenommen. Das hat einen Grund, denn es war i2018, bedingt durch die Hitzewelle, auch teurer als in den Vorjahren“, sagt Marktmeister Dieter Härtwig.

„Der Kleinhandelsplatz war in diesem Jahr größer und wir haben schon einige Fuhren abgefahren. Daher täuscht der Eindruck, dass es weniger sei“, meint Bauhofleiter Volker Kanzler. Auf dem Handelsplatz sieht es am Montagmorgen relativ gut aus, denn hier zahlen die Händler eine zusätzliche Kaution, die ihnen beim sauberen Verlassen des Stellplatzes erstattet wird. Auf dem Flohmarkt fällt ein noch nicht verlassener, aber sehr sauberer Stellplatz auf. Edeltraud Musiol aus dem hessischen Marburg bereitet sich zur Abreise vor. „Ich bin jetzt das dritte Mal hier auf diesem schönen Flohmarkt und noch nie bis zum Montag geblieben. Wenn man diesen ganzen Müll hier sieht, könnte man ja Arme und Beine gleichzeitig über dem Kopf zusammenschlagen. Es sieht fast so aus, als hätten einige Händler noch ihren Müll von zu Hause mitgebracht“, so die Flohmarktliebhaberin.

Sie verlässt ihren Stand immer sauber, weil sie es auch von anderen Märkten, die sie besucht, nicht anders kennt. Mit ihren Nachbarn, zur einen Seite waren es Trödler aus Polen, ist Edeltraud Musiol sehr gut zurechtgekommen. Daher und weil es ihr wieder sehr gut gefallen hat, will die Kunsthändlerin auch im kommenden Jahr wieder auf dem Havelberger Pferdemarkt sein.

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Herausforderung für den Bauhof

Nur wenige Meter weiter türmen sich die Müllberge und die ersten „Schuttbiber“ schnüffeln darin umher, um eventuell noch etwas Wertvolles zu finden. Tische, Stühle, Teppiche, Zeltgarnituren und Dinge, die der Mensch nicht braucht, die aber am Vortag noch einiges kosten sollten, liegen jetzt auf dem ganzen Gelände verstreut umher. Und wieder ist es eine Frau und ein sauberer Stand, der verlassen wird. „Das gehört sich so und für alles andere fehlen mir die Worte“, ist sich die Potsdamerin Martina Müller sicher, die zum zweiten Mal in Havelberg auf dem Flohmarkt war. „Ordnung sollte man halten.“ Auf dem Rummelplatz werden die letzten Karussells abgebaut und der Handelsplatz ist auch schon fast leer. Für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes beginnt jetzt eine harte Zeit der Reinigungsarbeiten. Das eingespielte Team stellt sich dieser Herausforderung Jahr für Jahr.