Sandau l  Der Erhalt der Gebäude kostet Geld, was die Kirchgemeinden allein aber nicht aufbringen können. Zum Pfarrbereich Sandau gehören allein elf Kirchen, die größte steht in der Elbestadt gleich neben dem Pfarrhaus. Das Dach der Stadtkirche wurde erst neu eingedeckt, wobei beim Hauptschiff wegen Schwammbefalls auch fast das komplette Gestühl erneuert werden musste. Die ungeplanten Mehrausgaben sorgten dafür, dass nicht wie geplant alles auf einen Schlag erledigt werden konnte.

Noch immer unsaniert ist das südliche Seitenschiff, es wird nun in Angriff genommen. Auch hier muss das marode Gestühl ausgetauscht werden, war von Peter Busse vom Kirchgemeindeverband Sandau zu erfahren. Die Ausschreibung ist erledigt, der Zuschlag erteilt. Die Firma muss nun das Material ordern und die Baustelle eintakten.

Zinbkblech fürs Seitendach

Das Seitendach wird, da es nur eine geringe Neigung hat, mit Zinkblech eingedeckt – Kupfer wäre zu teuer. Das Vorhaben wird über das europäische Leader-Programm bezuschusst. Letzter Abschnitt vom Kirchendach wäre das Nordseitenschiff, hier ist aber nicht mehr so viel zu sanieren wie auf der anderen Seite.

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Zum Gemeindeverbund gehört auch Schönfeld. Hier soll mit Leader-Geld die Fassade des Westturmes saniert werden, wo sich ein langer Riss vom Fenster der Glockenstube nach unten zieht. Gearbeitet werden soll zudem an der Glockenstube, wo Balken ausgetauscht werden müssen. Auch sollen Schallluken eingebaut werden, so dass kein Wasser mehr eindringen kann. Das Vorhaben kommt nach Sandau an die Reihe, womöglich erst im kommenden Jahr.

Neue Fassade für Schinkel-Kirche

An der Kuhlhauser Schinkel-Kirche wird die komplette Ostfassade saniert, hierfür sind neben dem überall nötigen Eigenanteil ebenfalls Leadergelder eingeplant. Putz und Stuckteile fielen bereits herab. In dem Zuge sollen auch drei Türen aufgearbeitet werden, berichtete Karin Nicksch von der Kirchgemeinde. Sie hofft auf eine Umsetzung ebenfalls noch in diesem Jahr. Das Vorhaben steht mit auf der Sonder-Prioritätenliste der Leader-Aktionsgruppe.

Ebenso die Instandsetzung des Kirchhofes in Klietz. Hierzu informierte Walter Volkmer vom Kirchspiel Klietz-Scharlibbe, dass die Friedhofsmauer saniert und zwei Tore eingebaut werden sollen. Zudem werden ein Rundweg um die Kirche angelegt und am Eingang ein Infokasten aufgestellt. Rings um das Gotteshaus soll der Beton weg, der Zuweg wird gepflastert. Ferner ist die im Krieg zerstörte Apsis zu sichern, von der Ruine fallen bereits Steine herab. Auch Bänke sind mit eingeplant.

Kirchturmfassade wird in Klietz saniert

Zuerst kommt jedoch der Kirchturm an die Reihe, die Westfassade mit ihren vielen Kriegsnarben ist zu sanieren, der Glockenstuhl ebenso und Schallluken sind einzubauen. Die mündliche Zusage zu den Kirchturm-Fördergeldern liegt vom Leader-Management bereits vor, der Klietzer hofft, dass es noch in diesem Jahr mit den Arbeiten klappt.

Im Vormonat erhielten alle Mitglieder der Wulkauer Kirchgemeinde Post: Im Jahresbrief berichtete Vorsitzende Marita Schulz, dass im Vorjahr der Fußboden der Empore saniert worden war.

Im Brief des kommenden Jahres kann sie dann womöglich über die erfolgte Reparatur der drei großen bleiverglasten Doppel-Fenster auf der Nordseite der Kirche berichten. An einigen Stellen sind die über 100 Jahre alten Gläser geplatzt, wodurch die Fenster undicht wurden. Laut Kostenschätzung würde eine Reparatur der insgesamt sechs Fenster etwa 16 500 Euro kosten.

Ein Förderantrag an die Lotto-Toto-Gesellschaft wurde von dieser bereits bestätigt. Da diese Summe die Unkosten aber noch nicht deckt, wurde noch ein weiterer Antrag gestellt – hier gab es allerdings noch keine Antwort. Gefördert werden bei solchen Vorhaben maximal knapp 50 Prozent der Gesamtkosten.

In Wulkau zahlen alle Gemeindeglieder einen freiwilligen Beitrag, womit der nötige Eigenanteil für solche Vorhaben gesichert werden kann. So konnte im Mai 2014 das sanierte Kirchdach eingeweiht werden, die Südseitenfenster wurden repariert. Allerdings musste die Kirchgemeinde für beide Vorhaben einen zinslosen Kredit aufnehmen, wovon jährlich 1500 Euro zu tilgen sind. Ein weiteres Projekt ist die Orgel, welche unter der Trockenheit gelitten hat: 8000 Euro kostet die Aufarbeitung (in Kürze mehr). Auch das werden die Wulkauer sicherlich gemeinsam stemmen.