Havelberg l Der Workshop findet im Rahmen eines von der „Aktion Mensch“ geförderten Inklusionsprojektes statt. Jetzt stand der zweite Teil des Projektes an. „Die Schüler waren ganz aus dem Häuschen, als es hieß, jetzt geht es weiter“, so die Lehrerin der Fünftklässler, Vera Rduch. Den Schülern, die von ihr in einer Integrationsklasse unterrichtet werden, stand die Freude im Gesicht.

Erste Schritte im Dezember

„Wir hatten den Antrag zu diesem Graffiti-Projekt schon vor langer Zeit gestellt, aber er wurde sehr spät bewilligt. Mit dem ersten Arbeitsschritt, der Theorie und der Vorbereitung, konnten wir aber im Dezember beginnen und nun wird alles fertiggestellt“, freut sich der Einrichtungskoordinator des ELCH, Jörg Thiemann. Zur fachlichen Anleitung konnte der Grafiker Steffan Warnstedt aus Kuhlhausen gewonnen werden, der dazu auch wieder seinen Sohn Roy mitbrachte. Und der wiederum hatte die Sprayer Kevin Lenz und Patrik R. zur Unterstützung dabei. „Von allen Arbeiten, die im Vorfeld entstanden sind, haben wir die besten ausgesucht, sie überarbeitet und nutzen sie heute für die dauerhafte Sprühaktion“, so Steffan Warnstedt.

Die gefertigten Zeichnungen, darunter befanden sich sehr gute Ideen, wurden in der Garage an einer Wandtafel aufgehängt. „Ziel ist es, die Garage des ELCH, die hier unten zum Havelvorland gelegen ist und von Spaziergängern und auch unseren Gästen gesehen wird, schöner zu gestalten. Die fünf seitlichen Garagenfelder und das Tor werden jetzt ein Graffiti erhalten.

Bilder

Auch Pappen gestaltet

Damit aber alle Kinder zur Sprühdose greifen können, werden einige Bilder auf Pappe gesprüht, die wir von Supermärkten erhalten haben. Dafür vielen Dank“, so Jörg Thiemann.

Bevor es aber so richtig losging, gab es einweisende Worte von Jörg Thiemann und Projektleiter Steffan Warnstedt. Schutzkleidung, Schutzmaske und ganz wichtig: „Wir sprühen nur auf die Pappen oder auf die Garagenwand!“ Nach der einheitlichen „Schüttelaktion“ für die Spraydosen durften sich dann die kleinen Künstler unter den strengen Augen der Profis selbst ausprobieren. „Bei mir läuft die Farbe immer runter“, jammerte Nele. Aber auch dafür gab es helfende Worte und Handgriffe.

Wilma Wels kommt an die Wand

Bald waren die ersten Erfolge auf den Pappen zu sehen und es zeigte sich, wer mit der Sprühdose gut umgehen kann. Im Wechsel wurden dann die Felder an der Garage gestaltet und der unansehnliche Beton verschwand in der bunten Farbenpracht. Lean­dro war ganz stolz darauf, dass er mit Patrik R. das Buga-Maskottchen Wilma Wels an die Wand bringen durfte. Yves, Leon, Jasmin und Nele waren ebenfalls sehr aktiv an der Garagenwand und das Endergebnis, das noch von den Profis überarbeitet wird, kann sich sehen lassen. „Alle Schüler können ihre besprühten Pappen mitnehmen und voller Stolz auf die Garagenwand schauen. Nun werden Roy, Patrik und Kevin noch das Garagentor mit dem ELCH-Logo verschönen“, freut sich Jörg Thiemann.

Tage später war dann noch die Wohnheimgruppe aus den Elbe-Havel-Werkstätten, die auch zum Projektbeginn dabei war, im ELCH, um ebenfalls das Projekt zu beenden.