Havelberg l Eines haben alle drei Gebäude gemeinsam: Sie stehen seit vielen Jahren leer. Ihr Alter ist dagegen verschieden. Der jüngste Bau ist der Kornspeicher am Havelvorland. Er stammt aus dem Jahr 1940 und bestimmt die Silhouette der Hansestadt Havelberg in Sichtachse mit der Stadtkirche und dem Dom. Jahrelang hatte sich niemand gefunden, der die Sanierung wagte. Mit Markus Hinz gibt es einen Havelberger, der sechs Wohnungen einbauen will. Die Kosten liegen bei gut einer Million Euro. Fördergelder in einer Höhe von maximal 600.000 Euro sollen aus dem Stadtumbau Ost, Teilprogramm Aufwertung, fließen, wovon Bund, Land und Kommune jeweils ein Drittel übernehmen. Der Stadtrat votierte einstimmig dafür, wie auch für die beiden weiteren Vorhaben, mit denen Gebäude in der Altstadt eine enorme Aufwertung erfahren.

Dazu gehört der frühere „Prig- nitzer Hof“ in der Steinstraße 15/16, für den ein neuer Beschluss gefasst wurde, weil der im ersten, im November 2017 gefassten Beschluss ausgewiesene Eigenanteil in Höhe von 750.000 Euro zur Finanzierung der Gesamtkosten als unwirtschaftlich verworfen wurde. Zu dieser Zeit lag der Stadt noch kein Bewilligungsbescheid hinsichtlich der insgesamt bereitgestellten Mittel aus dem Stadtumbau Ost vor. Nunmehr soll es für die Gesamtkosten in Höhe von 1,14 Millionen Euro maximal 864.000 Euro Fördergelder für den zuwendungsfähigen Aufwand geben, wovon Bund und Land jeweils 288.000 Euro übernehmen, die Stadt 154.000 Euro und der Eigentümer weitere 134.000 Euro. Im ersten Beschluss lag die Förderung bei 576.000 Euro. Die Wohnbau GmbH will das frühere Gasthaus, das vor rund 130 Jahren errichtet wurde, als Wohnhaus ausbauen und mit dem benachbarten Eckgebäude eine Quartierslösung schaffen.

Hinter der Kirche 7 steht eine „graue Maus“, deren schlechter Bauzustand sich vor allem im hinteren, der Havel zugewandten Bereich, zeigt. Eine Familie plant hier, drei Wohnungen einzurichten. Die Gesamtkosten liegen bei 522.400 Euro, wovon laut Kosten- und Ertragsrechnung 40 Prozent in Höhe von bis zu fast 209.000 Euro gefördert werden.